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Drei Sorgenkinder und ein Hoffnungsträger

Nik Schröter (18) vom RSC Cottbus ist ein Kandidat für die Anfahrerposition im Teamsprint.
Nik Schröter (18) vom RSC Cottbus ist ein Kandidat für die Anfahrerposition im Teamsprint. FOTO: Heinrich/mfh1
Cottbus. Es ist nicht nur die Sorge um die fehlenden Talente bei den Bahnradsprintern am Lausitzer Standort, die Kurzzeit-Bundes trainer Detlef Uibel derzeit umtreibt. Aktuell hat der strenge Medaillenschmied auch unter den Cottbuser Fahrern drei Sorgen kinder. Jan Lehmann

Allerdings gibt es auch einen neuen Hoffnungsträger.

Sorgenkind Emma Hinze (19): Die dreifache Junioren-Weltmeisterin von 2015 plagt sich mit großen Rückenproblemen. Bundestrainer Uibel sagt: "Extreme muskuläre Dysbalancen sind der Grund dafür. Das kann nur mit Trainingsruhe und viel athletischer Ausbildung behoben werden. Aber das wirft sie zurück." Selbst ihren Einsatz bei der U23-EM im Juli sieht Uibel stark gefährdet.

Sorgenkind Eric Engler (25): Nach starker Weltcup-Saison schwächelte Engler krankheitsbedingt ausgerechnet bei der WM. Bundestrainer Uibel gibt sich die Mitschuld: "Wir hatten viele Ausfälle und mussten bei den Weltcups in Cali und Los Angeles auf ihn zurückgreifen. Das war rückblickend wohl falsch." Aktuell ist Engler wegen eines Bundeswehr-Lehrgangs verhindert.

Sorgenkind Erik Balzer (25): Die Nicht-Nominierung zur WM war ein Schock. Bundestrainer Uibel erklärt: "Der Weg war offen, aber Erik hat bei den Weltcups nicht die Ergebnisse gebracht. Aus der Nicht-Nominierung hat er falsche Schlüsse gezogen." Uibels Fazit: "Momentan ist er nicht in der Lage, kontinuierlich zu trainieren und sich für die Rolle als Anfahrer anzubieten."

Hoffnungsträger Nik Schröter (18): Der gebürtige Finsterwalder ist der Hoffnungsträger für den Bundestrainer. Detlef Uibel hat den 18-Jährigen als möglichen neuen Anfahrer für das deutsche Teamsprint-Trio auf dem Zettel, nachdem der langjährige Erfolgsgarant René Enders seine internationale Karriere beendet hat. Doch noch ist der RSC-Fahrer dabei nur Außenseiter. Uibel betont: "Wir versuchen, Nik in diese Richtung aufzubauen. Aber vor allem im Kraftbereich fehlt ihm noch die Substanz."