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| 02:41 Uhr

Dortmund nach Elfmeterkrimi im Viertelfinale

Die Entscheidung für Lotte: Kevin Freiberger feiert sein 2:0.
Die Entscheidung für Lotte: Kevin Freiberger feiert sein 2:0. FOTO: dpa
Dortmund/Lotte. Hertha versagt vom Punkt. Lotte kegelt 1860 mit 2:0 raus. Schalke gewinnt 4:1 in Sandhausen. Frankfurt siegt 2:1 in Hannover. dpa/roe

Borussia Dortmund hat sich nach einem erneuten Elfmeterkrimi in seinem Parade-Wettbewerb ins Viertelfinale gezittert und die Chance auf einen Saisontitel gewahrt. Der Revier-Club siegte am Mittwoch im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC mit 3:2 im Elfmeterschießen und riss die Berliner erneut aus allen Träumen von einem Endspiel im heimischen Olympiastadion.

Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:1) gestanden. Doch vom Punkt zeigten die Berliner Nerven. Fabian Lustenberger, Vladimir Darida und Salomon Kalou scheiterten, bei Dortmund hatte lediglich Christian Pulisic einen Fehlschuss.

In der regulären Spielzeit waren die Gäste durch Kalou (27.) in Führung gegangen. Doch Marco Reus bewahrte kurz nach der Pause mit seinem Ausgleichstreffer den BVB vor dem Aus (47.). In der Verlängerung sah Dortmunds Verteidiger Sokratis wegen Meckerns noch die Gelb-Rote Karte (119.). Durch den Pokal-Erfolg untermauerten die Dortmunder den jüngsten Aufschwung in der Bundesliga mit sieben Punkten aus drei Spielen.

Die neue Überraschung ist perfekt: "Volle Lotte" schon zum dritten Mal! Drittliga-Neuling Sportfreunde Lotte hat auch Zweitligist 1860 München aus dem DFB-Pokal gekegelt und steht im Viertelfinale. Zuvor hatte das Team von Trainer Ismail Atalan schon gegen den Bundesligisten Werder Bremen und Champions-League-Achtelfinalist Bayer Leverkusen den Pokalschreck gespielt. Mit viel Selbstbewusstsein und einer klaren spielerischen Linie setzten die Akteure aus der 14 000-Seelen-Gemeinde am Rande des Teutoburger Waldes den Spruch ihres Trainers Ismail Atalan um: "Wir haben diese Mentalität, dass wir jedes Spiel gewinnen können." Der Münchner Ribamar sah in der Nachspielzeit noch die Rote Karte. Jaroslaw Lindner (28. Minute) und Kevin Freiberger (58.) machten mit dem 2:0 (1:0) den kleinen Club Lotte um 1,265 Millionen Euro reicher.

Dank einer effektiven Chancenverwertung ist der FC Schalke 04 erstmals seit sechs Jahren ins Viertelfinale eingezogen. Beim zuvor seit fünf Spielen unbesiegten Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen setzte sich der Revierclub glanzlos und souverän mit 4:1 (3:0) durch.

Mit einem Dreierpack innerhalb von acht Minuten sorgten Alessandro Schöpf (38. Minute), Winter-Neuzugang Daniel Caligiuri (43.) und Verteidiger Naldo (45.+1) noch vor der Halbzeit für die Entscheidung. SVS-Angreifer Andrew Wooten (64.) gelang im erstmals mit 14 500 Zuschauern ausverkauften Hardtwaldstadion der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Gegen die ansonsten harmlosen Gastgeber sorgte der eingewechselte Jewgen Konopljanka (71.) wenig später für den Endstand.

Lukas Hradecky hat Eintracht Frankfurt erstmals seit drei Jahren wieder ins Viertelfinale geführt. Der finnische Nationaltorwart parierte in der letzten Sekunde einen Foulelfmeter von Salif Sane und sicherte dem Fußball-Bundesligisten damit einen 2:1 (0:0)-Sieg beim Zweitligisten Hannover 96. Taleb Tawatha in der 62. Minute und Haris Seferovic (65.) hatten zuvor das Spiel für die Frankfurter gedreht, nachdem Martin Harnik (57.) vor 31 000 Zuschauern die Gastgeber in Führung geschossen hatte.