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| 02:40 Uhr

Doppelte Überraschung in Leipzig

Emil Forsberg hat bisher fünf Saisontore erzielt.
Emil Forsberg hat bisher fünf Saisontore erzielt. FOTO: dpa
Leipzig. RB Leipzig bastelt weiter am Kader für eine erfolgreiche Zukunft. Am Mittwoch gab der Fußball-Bundesligist überraschend die Vertragsverlängerung mit dem 25-jährigen Emil Forsberg bis 2022 bekannt. Gerald Fritsche und Jens Marx

Vor einem Jahr erst hatte RB den Kontrakt des Schweden bis 2021 neu fixiert.

Doch nicht nur das Bleiben des Top-Vorbereiters der Leipziger ist ein Fingerzeig auf die Arbeit an einem auch international konkurrenzfähigen Kader. RB meldet zum Saisonende seine U23-Mannschaft vom Spielbetrieb ab. Künftig erhält die bisherige U19 den Status der 2. Mannschaft. Sie spielt in der Junioren-Bundesliga und wird in den Augen der Verantwortlichen mehr gefordert als das gegenwärtig in der Regionalliga-Nordost als Konkurrent von Energie Cottbus agierende U23-Team.

In der vergangenen Winterpause hatte es zunächst Spekulationen gegeben, Forsberg könnte RB womöglich nach dieser Saison verlassen. Vor allem der FC Liver pool soll Interesse an dem schwedischen Mittelfeldspieler gehabt haben. "Emil ist ein absoluter Leistungs- und Sympathieträger. Er spielt eine herausragende Bundesliga-Saison und fühlt sich im Verein und der Stadt rundum wohl", betonte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick am Mittwoch. "Die vorzeitige Verlängerung des Vertrages bestätigt noch einmal den Weg, den wir gemeinsam eingeschlagen haben."

Genau in diese Richtung zielt auch die Umstrukturierung des Nachwuchsbereiches. RB verfolgt mit der Maßnahme ein Ziel: noch mehr Qualität. "Insgesamt werden durch diese Umstellung zwar weniger, dafür aber extrem begabte 19- bis 20-jährige Talente bei RB Leipzig spielen, die noch intensiver ausgebildet werden können und damit hochqualifiziert auf Einsätze im Profibereich vorbereitet werden", hieß es in der RB-Mitteilung.

Insgesamt will man vier zusätzliche Plätze im Profi-Kader schaffen, um die größten Talente frühzeitig an das Training auf Bundesliga-Niveau heranzuführen.

Zuletzt trainierten immer wieder einige Spieler der U23 und der U19-Mannschaft unter Trainer Ralph Hasenhüttl mit. Im Spiel bei Borussia Dortmund (0:1) am vergangenen Samstag gehörten John-Patrick Strauß und Federico Palacios zum Aufgebot, Palacios kam sogar zum Einsatz. Ein weiterer Grund für die Umstrukturierung ist die höhere Flexibilität. Es gäbe bereits im derzeitigen Spielbetrieb terminliche Probleme, hieß es bei RB. Ein möglicher Aufstieg in die 3 Liga - die U23 liegt derzeit auf Rang vier - würde diese Probleme verschärfen. Nun könne man kurzfristig Testpartien für Reservespieler als Spielersatztraining nach Bundesliga-Spielen ansetzen und so allen Kaderspielern des Profi- und U19-Teams regelmäßig Spielpraxis anbieten.

Spieler, die derzeit nicht die Chance auf einen Platz im Bundesliga-Team haben, könnten zur weiteren Entwicklung ausgeliehen werden. Nach dpa-Informationen muss kein RB-Mitarbeiter wegen der Umstrukturierung um seinen Arbeitsplatz fürchten.