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| 19:28 Uhr

Schwimmen
Diener-Gold zum Abschluss der Schwimm-DM

Christian Diener präsentiert sich mit seiner Medaillensammmung auf seiner Facebookseite.
Christian Diener präsentiert sich mit seiner Medaillensammmung auf seiner Facebookseite. FOTO: privat
Berlin. Der Cottbuser Rückenspezialist gewinnt über 200-Meter-Distanz. Auch andere EM-Hoffnungsträger können überzeugen.

Die deutschen Medaillenhoffnungen für die Schwimm-EM feiern zum Abschluss der deutschen Meisterschaften Siege, ohne dabei an ihre Grenzen zu gehen. Ab dem 2. August müssen sie sich bei den European Championships beweisen. Eine Medaillenprognose gibt es nicht.

Am Tag nach dem endgültigen EM-Aus des ehemaligen Weltmeisters Marco Koch freuten sich Lagenschwimmer Philip Heintz, Rücken-Ass Christian Diener sowie die Freistilspezialisten Florian Wellbrock und Sarah Köhler am Sonntag über die erwarteten Meisterehren.

Der Cottbuser PSV-Schwimmer Christian Diener, der für den Potsdamer SV an den Start gegangen war, durfte sich zum Abschluss noch einmal über Gold über die 200-Meter-Rücken freuen. Auch über die 100 Meter hatte er sich den Titel geholt, über 50 Meter Rücken gab es Bronze. Mit der Staffel schwamm er zudem noch einmal zu Gold. Die Potsdamer verbesserten den Deutschen Rekord um satte 2,35 Sekunden. Im sozialen Netzwerk Facebook präsentierte sich der 25-Jährige mit seiner Medaillensammlung.

Für die Europameisterschaften Anfang August in Glasgow war Diener schon vor den deutschen Meisterschaften qualifiziert. Was ist dort für ihn und die anderen deutschen Top-Schwimmer möglich? „Natürlich wollen alle möglichst viele Medaillen gewinnen, aber das hängt auch immer von der Form der Gegner ab“, sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz. Eine Medaillenprognose für die im Rahmen der European Championships vom 2. bis 12. August ausgetragene Titelkämpfe gibt es von ihm nicht.

Erfolgreichste Starter der nationalen Meisterschaften waren Ramon Klenz, der sich über die Michael-Groß-Strecke 200 Meter Schmetterling mit deutschem Rekord das EM-Ticket sicherte, und Sprinter Damian Wierling mit je drei Titeln. „Für die EM habe ich jetzt ein gutes Gefühl und hoffe, dass ich mich noch ein bisschen steigern kann“, sagte Wierling, der am Sonntag über 50 Meter Freistil Sieg Nummer drei verbuchte.

Zu den Medaillenkandidaten zählt Wierling nicht. Das ist bei Heintz anders. Der Olympia-Sechste nutzte die Meisterschaften in Berlin nur zur Einstimmung, die 2:00,88 Minuten waren weit von seiner Jahresbestzeit (1:56,67) entfernt. „Ich habe vor zwei Tagen mit der richtigen Vorbereitung angefangen, dafür ist es mir gut gelungen“, sagte der 27-Jährige und berichtete von einem „sehr anstrengenden“ Rennen.

Der Weltranglistenerste Wellbrock und die Weltranglistenzweite Köhler ließen es so kurz vor der EM, bei der sie sowohl für das Beckenschwimmteam als auch für die Freiwasser-Mannschaft nominiert sind, ruhiger angehen. Wellbrock war mit seinem 15:08,45 Minuten trotzdem noch rund 22 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte über 1500 Meter Freistil. Sein deutscher Rekord aus diesem Jahr liegt bei 14:40,69. Köhler blieb auf derselben Strecke in 16:06,82 rund sieben Sekunden über ihrer Jahresbestzeit. Sie war aber rund 48 Sekunden schneller als die Zweite.

Diener hatte bei seinen 1:59,19 Minuten über 200 Meter Rücken alles im Griff. „Diejenigen, die im Wasser waren, haben das sehr gut gemacht“, sagte Lambertz. Bestimmte Zeiten hatten die qualifizierten Athleten nicht mehr liefern müssen.