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Die Sensation lebt drei Minuten

Ströbitzer Großchance: Michael Kowal (r.) scheitert am ehemaligen Cottbuser Marvin Gladrow und vergibt den möglichen Ausgleich.
Ströbitzer Großchance: Michael Kowal (r.) scheitert am ehemaligen Cottbuser Marvin Gladrow und vergibt den möglichen Ausgleich. FOTO: STEFFEN BEYER/sby1
Cottbus. Der Lausitzer Landesligist Wacker Ströbitz hat die Sensation im Landespokal gegen den SV Babelsberg verpasst. In der 2. Runde mussten sich die Cottbuser am Freitagabend vor 364 zahlenden Zuschauern dem Rekordpokalsieger aus Potsdam mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. So weit waren die Amateure aus der 7. Liga von der Überraschung gegen den Viertligisten aber gar nicht entfernt. Steven Wiesner

Wacker war vom ersten Ballkontakt an in der eigenen Hälfte gebunden gegen gefällig aufspielende Babelsberger. Ströbitz hatte Glück, dass ein Freistoß von Manuel Hoffmann an die Latte klatschte (24.), und Pech, als Farid Abderrahmane einen von André Thoms parierten Schuss Andis Shalas im zweiten Versuch über die Linie drückte (26.). Bei eigenen Nadelstichen fehlte Ströbitz die Cleverness. Die größte Chance vor der Pause ließ Michael Kowal ungenutzt, der SVB-Keeper Marvin Gladrow allein vor dem Tor anschoss (45.).

Kowals Versäumnis holte dann Rostyslav Diakiv nach. Mit seinem Treffer zum 1:1 (55.) nach toller Vorarbeit von Gregor Holz ließ er den Geräuschpegel in der Zahsower Straße mächtig steigen. Die Sensation lebte aber nicht länger als drei Minuten, dann schoss Shala (erneut im Nachschuss nach der nächsten Thoms-Parade) den Favoriten wieder in Front. Die Entscheidung fiel zehn Minuten vor Schluss durch Tino Schmidt (80.). Wacker-Trainer Tino Kandlbinder war trotzdem zufrieden: "Wir können erhobenen Hauptes nach Hause gehen." Erfreulich zudem: Befürchtete Außeinandersetzungen auf der Anlage zwischen Energie- und Babelsberg-Fans blieben aus.