ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:40 Uhr

Deutscher Nobody beeindruckt bei Swiss Open

Yannick Hanfmann, von Geburt an schwerhörig, schaffte es in Gstaad sensationell bis ins Finale.
Yannick Hanfmann, von Geburt an schwerhörig, schaffte es in Gstaad sensationell bis ins Finale. FOTO: dpa
Gstaad. Yannick Hanfmann hat sein erstes Endspiel auf der ATP-Tour verloren, aber in Gstaad den größten Erfolg seiner Tennis-Karriere verbucht. Der 25 Jahre alte Karlsruher verlor am Sonntag nach sechs Siegen bei den Swiss Open das Finale gegen den in der Weltrangliste 139 Ränge vor ihm platzierten Italiener Fabio Fognini nach 1:33 Stunden mit 4:6, 5:7. dpa/jam

Hanfmann wirkte anfangs müde und musste seinem 30 Jahre alten Gegner gleich zwei Breakbälle überlassen. Danach gab sich der Qualifikant jedoch kämpferisch und setzte den Favoriten vor allem im zweiten Satz mit variablen Aufschlägen stark unter Druck. Doch zum Überraschungs-Erfolg über die Nummer 31 der Welt reichte es nicht. "Eine unglaubliche Woche. Es war einzigartig, in dieser Atmosphäre hier zu spielen", so Hanfmann über sein starkes Turnier.

Der von Geburt an schwerhörige Hanfmann verpasste die Chance, 28 Jahre nach Carl-Uwe Steeb und gar 38 Jahre nach Ulrich Pinner wieder für einen deutschen Erfolg in Gstaad zu sorgen. Er konnte sich aber über 45 265 Dollar Preisgeld für den Finaleinzug freuen.

Vier Jahre lang hatte Hanfmann im College-Team der University of Southern California gespielt, ehe er 2015 nach seinem Abschluss nach München wechselte und begann, Profi-Turniere zu spielen. Über seine Schwergehörigkeit scherzt er des Öfteren. "Auf dem Tennisplatz ist es eher positiv, weil ich nicht alles höre, was draußen geredet wird", sagte er einst.