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| 02:39 Uhr

Deutscher Mini-Kader bereit für die Weltmeisterschaft in Ungarn

Franziska Hentke ist eine der deutschen Medaillenkandidaten.
Franziska Hentke ist eine der deutschen Medaillenkandidaten. FOTO: dpa
Budapest. Der deutsche Chefbundestrainer Henning Lambertz ist wenige Tage vor Beginn der Schwimm-WM zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung seiner Athleten. "Bisher ist alles paletti, alles gut", sagte er vor dem am Freitag beginnenden Saisonhöhepunkt in Budapest. Thomas Eßer

"Was wir jetzt noch machen, ist vor allem Formzuspitzung. Die Basisarbeit ist gelegt."

In den ersten Tagen der Weltmeisterschaften sind zunächst die deutschen Freiwasserschwimmer, Wasserspringer und Synchronschwimmerinnen gefordert. Die von Lambertz trainierten Beckenschwimmer starten am 23. Juli in die bis zum 30. Juli dauernden Wettkämpfe.

Eine Medaillenprognose gibt Lambertz ein Jahr nach der Olympia-Pleite nicht ab. Die größten Hoffnungen im Becken sind Lagen-Ass Philip Heintz, Brustschwimm-Weltmeister Marco Koch und Schmetterlings-Spezialistin Franziska Hentke.

"Es geht jetzt nicht mehr darum, Defizite abzustellen, sondern Vorhandenes optimal auszuprägen", sagte der Chefbundestrainer, der mit den meisten seiner Sportler derzeit in Heidelberg trainiert. "Wer jetzt noch keine gute Grundlagenausdauer hat, bekommt sie auch nicht mehr bis zur Weltmeisterschaft, gleiches gilt für Kraft voraussetzungen."

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) tritt nach der Qualifikation mit sehr harten Normen nur mit einem Mini-Kader bei den Beckenwettbewerben an. Lambertz ist optimistisch: "Alle 14 nominierten Teammitglieder haben die Grundvoraussetzungen, um eine klasse Weltmeisterschaft zu schwimmen."

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro war der DSV im vergangenen Sommer wie vier Jahre zuvor in London ohne Beckenmedaille geblieben. In Budapest geht es in einer neuen Schwimmhalle direkt am Donau-Ufer um WM-Ehren. "Wir kennen die Halle bisher auch nur von Bildern, Präsentationen und aus dem Internet", meinte der Chefbundestrainer. "Wir waren noch nicht dort und müssen uns überraschen lassen. Deshalb fahren wir aber auch vier Tage vorher hin."