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Deutsche Speerwerfer überzeugend

Johannes Vetter kam auf den weitesten Wurf der Qualifikation. Er schockte die Konkurrenz mit 91,20 Meter.
Johannes Vetter kam auf den weitesten Wurf der Qualifikation. Er schockte die Konkurrenz mit 91,20 Meter. FOTO: dpa
London. Speerwerfer Johannes Vetter steht zum zweiten Mal im Finale einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft. Der 24 Jahre alte deutsche Meister überzeugte am Donnerstag in London bereits in der Qualifikation mit einer starken Leistung: 91,20 Meter gleich im ersten Versuch. dpa/kr

Olympiasieger Thomas Röhler und Andreas Hofmann sind Vetter ins Finale gefolgt. Der Jenaer Röhler qualifizierte sich mit 83,87 Metern für den Medaillenkampf am Samstag (21.15 Uhr MESZ/ZDF und Eurosport); sein Mannheimer Teamkollege Hofmann kam auf 85,62 Meter. Gefordert waren 83 Meter.

Wie das Trio um Vetter bewies auch Marie-Laurence Jungfleisch gute Nerven. Die 26-Jährige vom VfB Stuttgart musste ordentlich zittern. Die notwendige Höhe von 1,92 Meter nahm sie erst im dritten Versuch in der Hochsprung-Qualifikation. Im Finale hofft sie nun auf Edelmetall.

Hingegen schied Alina Reh über 5000 Meter im Vorlauf aus. Das 20 Jahre alte Talent aus Ulm kam als Neunte ihres Rennen in 15:01,01 Minuten ins Ziel - aber auch diese persönliche Bestzeit reichte nicht. Den Sprung ins Finale nicht geschafft hat auch Rebecca Haase vom LV Thum . Ihre 23,03 Sekunden über 200 Meter reichten nur zum insgesamt 12. Platz.

Dafür steht Christina Hering aus München, die vom Deutschen Leichtathletik-Verband erst nachnominiert worden war, im Halbfinale über 800 Meter. Timo Benitz von der LG Nordschwarzwald und Homiyu Tesfaye aus Frankfurt/Main schafften es über 1500 Meter ebenfalls in die nächste Runde.

Derweil hat sich die Lage nach den Ausbrüchen von Magen-Darm- Erkrankungen im WM-Teamhotel der deutschen Leichtathleten etwas entspannt. "Im Moment haben wir keinen neuen Fall", sagte Mannschaftsarzt Andrew Lichtenthal. Nur noch ein Sportler sei wegen der Ansteckungsgefahr in der 48-Stunden-Quarantäne.