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| 01:22 Uhr

Deutsche bei Olympia-Test stark

So beeindruckend sieht der „Wasserwürfel“ in Peking aus.
So beeindruckend sieht der „Wasserwürfel“ in Peking aus. FOTO: dpa
Peking.. Bei den vorolympischen Testwettkämpfen in Peking haben Deutschlands Schwimmer schon nach drei Wettkampftagen im futuristischen „Wasserwürfel“ sechs Siege geholt. Gestern gab es zwei weitere erste Plätze für die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). dpa

Zunächst ließ 200-m-Freistil-Weltmeisterin Annika Lurz (Würzburg) über die 400-m-Freistildistanz nach 4:10,60 Minuten die Konkurrenz hinter sich. Danach kam sie mit dem 4x100-m-Freistil-Quartett zusammen mit Britta Steffen (Berlin), Daniela Götz (Erlangen) und Daniela Schreiber (Halle/Saale) mit 3:41,07 Minuten zu einem weiteren Erfolg.
"Neben meiner Spezialstrecke 200 m Freistil möchte ich mich auch über die doppelt so lange Strecke für Olympia qualifizieren", sagte die 28-jährige Vize-Weltmeisterin, die sich 24 Stunden zuvor über diese Distanz in 1:59,55 Minuten allerdings der Chinesin Qianwei Zhang (1:58,90) geschlagen geben musste. Dagegen kam Britta Steffen über 50 m Freistil nach der 100-m-Stecke (54,73) in 24,93 Sekunden zu ihrem zweiten Einzelsieg. Die vierfache Europameisterin verfehlte dabei ihren deutschen Rekord (24,66) nur knapp.
Ebenfalls Rang zwei belegte das 4x200-m-Freistil-Quartett der Männer in der Besetzung Paul Biedermann (Halle/Saale), Christian Kubusch (Magdeburg), Steffen Deibler (Biberach) und Helge Meeuw (Frankfurt/Main), das nach 7:24,59 Minuten dem Gastgeberteam aus China (7:23,15) den Vortritt lassen musste. Damit hat das DSV-Team nach drei von fünf Finaltagen sechs Siege auf seiner Habenseite; die Gastgeber haben sieben.
"Ich bin vor allem mit den Leistungen unserer Frauen zufrieden, auch bei Annika Lurz ist ein Aufwärtstrend festzustellen", urteilte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen bei der vorolympischen Generalprobe, bei der Vize-Europameisterin Antje Buschschulte (Magdeburg) bisher wegen einer Erkältung nicht ins Wasser springen konnte. "Sie ist auf dem Wege der Besserung und hat für den Rest der Wettkämpfe von unserer medizinischen Abteilung grünes Licht erhalten."
Der Norweger zeigte sich "überrascht, dass das Meeting relativ dünn besetzt ist". Mit Ausnahme des DSV hat kaum ein anderer der 36 Verbände seine Topathleten nach China geschickt. "USA und Australien als Top-Nationen haben nur Beobachter entsandt und aus Europa kam außer uns praktisch auch keine der führenden Nationen", so Madsen. "Da alles wie bei den Spielen abläuft, war es richtig, die Chance zu nutzen." (dpa/jam)