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Deutsche Anti-Doping-Koalition erarbeitet Maßnahmen-Katalog

Bad Tölz.. Die erst in höchster Not geschmiedete Anti- Doping-Koalition des deutschen Radsports unter Verbands-Präsident Rudolf Scharping drückt aufs Tempo.

Fünf Wochen nach der Suspendierung Jan Ullrichs und eine Woche nach dem ersten "Runden Tisch" erarbeitete ein Gremium aus Teamchefs, Ärzten, Veranstaltern und Sponsoren einen Katalog von Maßnahmen. Er umfasst mehr und effektivere Doping-Kontrollen im Training und die Verpflichtung aller in Deutschland lizenzierten Fahrer, genetische Fingerabdrücke vorzulegen. Dazu soll spätestens mit Beginn der kommenden Saison ein vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) eingesetzter Vertrauensarzt die oberste medizinische Instanz bilden. Der Verband behält sich laut Scharping Sanktionen bei Verstößen gegen die neuen Richtlinien vor.
"Auf der Präsidiumssitzung am 31. August beschließen wir die gemeinsam beschlossenen Maßnahmen, ab 1. September treten sie in Kraft", sagte Scharping und demonstrierte erneut Entschlossenheit. Allerdings beschränkt sich die begrüßenswerte Initiative bisher auf den nationalen Bereich, auch wenn Scharping und die Beteiligten die Hoffnung hegen, dass "Deutschland zum Vorreiter im Anti-Doping-Kampf" wird, wie Hans-Michael Holczer, der Manager des Gerolsteiners Teams, erklärte.
Die beiden deutschen ProTour-Teams T-Mobile (zahlt bereits) und Gerolsteiner sowie die mit italienischer Lizenz, aber deutschem Geld fahrende Milram-Mannschaft sagten der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) finanzielle Unterstützung zu. Die NADA nimmt auch die Trainings- Kontrollen vor. (dpa/noc)