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| 02:45 Uhr

Deutliche Kritik nach Stürzen bei Alpin-Rennen

Denise Feierabend aus der Schweiz krachte in einen Fangzaun und musste verletzt abtransportiert werden.
Denise Feierabend aus der Schweiz krachte in einen Fangzaun und musste verletzt abtransportiert werden. FOTO: dpa
Crans Montana. Das erste Weltcup-Rennen nach den alpinen Ski-Weltmeisterschaften hat nach einem fragwürdigen Auftakt für Kritik gesorgt. "Das war keine Werbung für den Frauen-Skisport", sagte Weltmeisterin Wendy Holdener nach der Alpinen Kombination in Crans Montana. dpa/jam

"Die Sicherheit der Athleten muss die oberste Priorität sein", forderte US-Skistar Lindsey Vonn.

"Die Oberfläche ist furchtbar. Es ist wirklich sehr weich", schimpfte Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin. Die Gesamtweltcupführende Shiffrin, Vonn und alle andere Amerikanerinnen verzichteten bei dem nach Stürzen zu Beginn zunächst unterbrochenen Rennen auf den Start im Super-G.

Abfahrts-Weltmeisterin Ilka Stuhec aus Slowenien, Riesenslalom-Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich und die Schweizerin Denise Feierabend hatten alle an der gleichen Stelle im oberen Teil der Piste die Kontrolle verloren. "Da können sich die Jungs von der FIS und die Testfahrer nicht aus der Verantwortung ziehen", mahnte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier.

Stuhec konnte einen Sturz gerade noch so verhindern, Worley und Feierabend krachten in den Fangzaun. Feierabend schrie danach vor Schmerzen und musste mit dem Rettungsschlitten von der Piste gebracht werden. US-Skistar Vonn twitterte sofort nach dem dritten Aus noch aus dem Startgelände: "Das reicht jetzt. Ich fahre heute nicht. Das ist nicht sicher. Bitte stoppt das."

Die Entscheidung, das Rennen vom Reservestart neu zu beginnen, lobte Vonn zwar. Doch das reichte ihr nicht - und auch keiner ihrer Teamkolleginnen. "Wir haben alle gesagt, es ist zu gefährlich. Ich hoffe, morgen ist es besser", berichtete sie im ZDF.

Der Sieg ging am Ende an Federica Brignone aus Italien vor der Slowenin Stuhec und der WM-Dritten Michaela Kirchgasser aus Österreich. WM-Teilnehmerin Lena Dürr kam als beste Deutsche auf Rang acht.