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Der Mann, der Aufstieg kann

Friedhelm Funkel: "Wir haben vieles richtig gemacht."
Friedhelm Funkel: "Wir haben vieles richtig gemacht." FOTO: dpa
Düsseldorf. Wenn einer weiß, wie Bundesliga-Aufstieg geht, dann Friedhelm Funkel. Fünfmal innerhalb von 13 Jahren ist der mittlerweile 63 Jahre alte Fußballtrainer mit einem Zweitligateam aufgestiegen – das ist Rekord im deutschen Fußball. dpa/noc

Nun steht der routinierte Coach mit seinem Team Fortuna Düsseldorf erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder an der Tabellenspitze und weckt damit im Umfeld große Erwartungen. Dagegen wehrt sich der bei Saisonzielen sonst sehr zurückhaltende Coach auch vor dem Top-Duell mit Union Berlin am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) nicht. "Unser Ziel ist das obere Tabellendrittel. Wenn das eine oder andere früher passiert, wehren wir uns nicht dagegen", so der Trainer, der den Club in den vergangenen beiden Spielzeiten vor allem vor dem Abstieg bewahren konnte.

Allerdings hat sich Funkel auch vorher mit seinen Spielern besprochen, ob man in der Öffentlichkeit diese optimistische Prognose vertreten soll. Die Rahmenbedingungen sind gut. "Stadt und Stadion sind absolut reif für die Bundesliga. Da wollen wir auch mittelfristig wieder hin. Die Sehnsucht ist groß in Düsseldorf", sagte Funkel schon vor Saisonbeginn.

Dabei haben die Düsseldorfer gerade in Ihlas Bebou eines ihrer größten Talente abgegeben, dafür aber die Rekordablöse von fast fünf Millionen Euro von Bundesliga-Aufsteiger Hannover 96 erhalten. Daher hat sich der Club vor allem im Angriff neu aufgestellt. In Emir Kujovic (Schweden), Havard Nielsen (Norwegen), Takashi Usami (Japan) und Benito Raman (Belgien/U21), wurden vier Nationalspieler verpflichtet. "Wir haben vieles richtig gemacht in der Vor bereitung und Glück gehabt bei der Auswahl der neuen Spieler", meinte Fortunas Coach.

Auch der mit neun Treffern in der vergangenen Saison beste Torjäger Rouwen Hennings hat nun er höhten Konkurrenzdruck. Zweimal brachte Funkel seinen Stürmer in dieser Saison von der Bank, beim Pokal in Bielefeld und in Sandhausen erzielte Hennings jeweils den Siegtreffer. Der Stürmer gibt sich mit seiner Jokerrolle nicht zufrieden. "Ich möchte natürlich von Beginn an spielen", betonte Hennings. Das verbesserte Personalangebot kommt dem gesamten Team zugute. So kann auch der Ausfall von Stammtorhüter Michael Rensing (Rippenbruch) durch Neuzugang Raphael Wolf von Werder Bremen bestens kompensiert werden. "Wir haben eine höhere Qualität im Kader. Deshalb läuft es", befand Abwehrspieler André Hoffmann, der wie Hennings nach Ausleihe fest verpflichtet wurde.