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Der Krieger auf dem Gaspedal

Bayern-Profi Arturo Vidal.
Bayern-Profi Arturo Vidal. FOTO: dpa
Moskau. Der Bayern-Star Arturo Vidal wird überall "Der Krieger" genannt. Und gleich zum Auftakt des Confederations Cups in Russland hat er jedem noch einmal gezeigt, warum. dpa/jal

Eine wüste Schiedsrichter-Beschimpfung. Das späte, entscheidende Tor. Und dazu noch ein paar selbstbewusste Aussagen vor dem nächsten Spiel am Donnerstagabend gegen Deutschland (20 Uhr/ARD): All das war in Moskau geboten, als Vidal den Südamerika-Meister Chile am Sonntag zu einem verdienten 2:0 (0:0)-Sieg gegen Kamerun führte.

"Unser Traum ist, den Pokal zu gewinnen", sagte der 30 Jahre alte Mittelfeld-Antreiber. "Es ist wichtig, gleich mit dem rechten Fuß auf dem Gaspedal zu beginnen."

Solche Aussagen passen zu der Attitüde des "Kriegers". Zu der Aggressivität, mit der er über den Platz pflügt. Zu den Tätowierungen, mit denen er seinen Körper übersäht. Dass Chile den Konföderationen-Pokal tatsächlich gewinnen kann, glaubt allerdings nicht nur der Profi des FC Bayern. Das sagt auch Bundestrainer Joachim Löw schon die ganze Zeit.

Auf dem Papier ragen gerade einmal drei, maximal vier Klassespieler aus diesem eingespielten Team heraus. Von ihnen hat sich Torwart Claudio Bravo (Manchester City) an der Wade verletzt und Stürmerstar Alexis Sanchez (FC Arsenal) stellte nach seinem Kurzauftritt gegen Kamerun Fotos von seinem geschwollenen Knöchel ins Internet.

Das bedeutet, dass der Einsatz der beiden auch gegen Deutschland fraglich ist. Und das bedeutet, dass die Dynamik und der Kampfgeist von Vidal gerade noch wichtiger für die Chilenen sind, als sie es ohnehin schon immer waren. "Ich habe jetzt 91 Spiele in diesem Trikot gespielt. Ich bin stolz, dieses Hemd zu tragen", sagte er nach dem Kamerun-Match.