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Del Potro verhindert Showdown

Juan del Potro erklärte glücklich: "Wir haben ein großartiges Match gespielt, und am Ende habe ich es verdient gehabt, zu gewinnen."
Juan del Potro erklärte glücklich: "Wir haben ein großartiges Match gespielt, und am Ende habe ich es verdient gehabt, zu gewinnen." FOTO: dpa
New York. Das noch nie da gewesene Duell zwischen Roger Federer und Rafael Nadal bei den US Open wird es auch 2017 nicht geben. Im Halbfinale stehen nun zwei Außenseiter.

(dpa/jal) Mit gesenktem Kopf verließ Roger Federer unter dem Beifall des Publikums die große Tennis-Bühne in New York, Juan Martin del Potro breitete die Arme aus und blickte dankbar in den Himmel. Nach der überraschenden Niederlage gegen den Argentinier fällt der erwartete Halbfinal-Showdown zwischen dem Schweizer Tennis-Star und seinem Dauerrivalen Rafael Nadal bei den US Open aus. Federer musste sich nach ungewohnten Schwächen im Viertelfinale mit 5:7, 6:3, 6:7 (8:10), 4:6 geschlagen geben. "Er war besser heute, vor allem in den entscheidenden Momenten", sagte der Rekord-Grand-Slam-Sieger. "Ich hätte sicherlich besser spielen können. Es ist natürlich schade." Aber er habe das Gefühl, del Potro habe eine bessere Chance, den Spanier zu schlagen. Der 36-Jährige muss damit Nadal auch weiterhin Platz eins der Weltrangliste überlassen.

Federer wirkte vor den knapp 24 000 Zuschauern angespannt, vier nicht genutzte Satzbälle im dritten Abschnitt leiteten seine Niederlage ein. In seiner grandiosen Tennis-Saison hatte er bei beiden Majors, zu denen er angetreten war, triumphiert. Seine Hoffnung auf den sechsten US-Open-Titel endete früh. "Ich bin nicht so enttäuscht, weil es schon ein gutes Jahr war", sagte er.

Der frühere US-Open-Sieger del Potro fordert nun am Freitag den Spanier Nadal. Im zweiten Halbfinale stehen sich die beiden Außenseiter Pablo Carreno Busta aus Spanien und Kevin Anderson aus Südafrika gegenüber.