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| 02:41 Uhr

Dahlmeier "super happy" mit Silber

Nach Gold in der Mixed-Staffel und Silber im Sprint hat Laura Dahlmeier (23) in Hochfilzen weiter die Chance, in allen sechs WM-Wettbewerben eine Medaille zu holen.
Nach Gold in der Mixed-Staffel und Silber im Sprint hat Laura Dahlmeier (23) in Hochfilzen weiter die Chance, in allen sechs WM-Wettbewerben eine Medaille zu holen. FOTO: dpa
Hochfilzen. Silber statt Gold – Laura Dahlmier nahm die knappe Niederlage gegen Gabriela Koukalova mit einem Schulterzucken zur Kenntnis. Dann strahlte Deutschlands Biathlon-Star über das ganze Gesicht und genoss nach dem zweiten WM-Coup von Hochfilzen auf dem Siegerpodium den Jubel der Fans. Sandra Degenhardt und Volker Gundrum /

"Ich habe ein perfektes Rennen gemacht und bin super happy über Silber", sagte die 23-Jährige am Freitag und stellte fest. "Dass es gleich mit Gold und Silber klappt in den ersten beiden Rennen, ist auch für mich ein Traum."

Einen Tag nach dem deutschen Sieg in der Mixed-Staffel erwies sich nur Gabriela Koukalova als Spielverderberin. Tschechiens Superstar rettete vier Sekunden Vorsprung ins Ziel, wo sie in Tränen aufgelöst ihrem Mann Petr Koukal in die Arme fiel. "Ich ärgere mich nicht. Ich erkenne mit Hochachtung an, dass Gabi heute ein bisschen stärker war. Besser als mit zwei Medaillen hätte die WM für mich nicht starten können", sagte Dahlmeier. Sie bleibt mit elf Punkten Vorsprung Weltcup-Spitzenreiterin vor ihrer Rivalin.

Damit bleibt Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner die letzte deutsche Sprint-Weltmeisterin (2012). Aber Dahlmeier hat weiterhin die Chance, als dritte Biathletin überhaupt Medaillen in allen sechs WM-Wettbewerben zu holen. "Ich weiß, dass ich, wenn ich meine Bestleistung abrufe, in jedem Rennen um das Podest mitkämpfen kann", sagte die Partenkichnerin, die damit saisonübergreifend in sieben WM-Rennen in Serie auf dem Podium stand. Denn in Oslo im Vorjahr räumte sie fünf Medaillen in fünf Rennen ab.

Nun hat Dahlmeier beste Chancen, ihren Vorjahrestitel im Jagdrennen am Sonntag zu verteidigen. "Die Verfolgung ist genau mein Rennen. Alles ist möglich", sagte sie. Hinter der drittplatzierten Französin Anais Chevalier lieferte Vanessa Hinz als Sechste ein ganz starkes Rennen ab: "Ich bin überglücklich, das war mein bisher bestes WM-Rennen." Franziska Hildebrand wurde 19., Nadine Horchler 46. und Maren Hammerschmidt 55.

Das Duell des Rennens lieferten sich aber Dahlmeier und Koukalova, die beide fehlerfrei blieben.

Zum Thema:
Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften steht am Samstag der Männer-Sprint auf dem Programm. Der Wettkampf startet um 14.45 Uhr. ZDF und Eurosport übertragen. Deutsche Starter: Simon Schempp, Arnd Peiffer, Erik Lesser, Benedikt Doll. Am Sonntag geht es mit den Verfolgungsrennen weiter. Die Damen starten um 10.30 Uhr, die Männer um 14.45 Uhr. ZDF und Eurosport übertragen.