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Dahlmeier stürmt zurück ins Gelbe

Trotz zweier Schießfehler hatte Laura Dahlmeier am Ende knappe 3,8 Sekunden Vorsprung vor der Französin Anais Chevalier.
Trotz zweier Schießfehler hatte Laura Dahlmeier am Ende knappe 3,8 Sekunden Vorsprung vor der Französin Anais Chevalier. FOTO: dpa
Antholz. Der erste Teil der WM-Generalprobe in Antholz ist geglückt: Laura Dahlmeier holte in Südtirol ihren elften Weltcupsieg und tankte weiter Selbstvertrauen mit Blick auf die WM. Und noch etwas ist erfreulich – ihre Rückkehr in das Gelbe Trikot der Gesamtführenden. Sandra Degenhardt / dpa/jal

Nach ihrem Sturmlauf zurück ins Gelbe Trikot ballte Laura Dahlmeier die Siegerfaust, ehe sie sich nach einer kurzen Verschnaufpause im Ziel von den Fans feiern ließ. Zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Antholz gewann Dahlmeier am Donnerstag das Einzelrennen über 15 Kilometer. Sie nahm dank des vierten Saisonerfolges der schwächelnden Titelverteidigerin Gabriela Koukalova die Führung im Gesamtweltcup wieder ab. Koukalova kam auf Platz 24.

"So genau hatte ich das nicht auf dem Schirm. Aber dass ich das Rote Trikot behalte und das Gelbe wiederbekomme, schöner kann so ein Tag gar nicht sein. Das ist supercool", sagte die 23-Jährige nach ihrem elften Weltcuperfolg im ZDF. Am Ende hatte sie nach zwei Strafminuten nur knappe 3,8 Sekunden Vorsprung auf die nur mit einer Strafminute belastete Französin Anais Chevalier.

Mit der im ersten Teil geglückten Generalprobe zementierte Dahlmeier ihre Favoritenrolle für die in drei Wochen beginnende Weltmeisterschaft in Hochfilzen. Dabei hatte sich Dahlmeier vor dem Rennen "gar nicht so stark gefühlt. Ich habe kämpfen müssen und es war relativ schwer, ins Rennen zu finden", berichtete Dahlmeier, die bei den ersten zwei Schießeinlagen je eine Scheibe verfehlte. "Danach habe ich versucht, mein eigenes Ding zu machen und dann zum Schluss zweimal null zu schießen", sagte Dahlmeier nach ihrem achten Podestplatz des Winters.

Simon Schempp will am Freitag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) über die 20 Kilometer nachlegen und seinen Ruf als "König von Antholz" verteidigen. Bemerkenswert: Der 28-Jährige holte unweit des Staller Sattels fünf seiner elf Weltcupsiege. Im Vorjahr gewann er den Sprint und wurde Zweiter in der Verfolgung. 2014 und 2015 feierte er gar Doppelsiege.