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Dämpfer für Vettel und Hamilton

Der Niederländer Max Verstappen sorgte im ersten Freien Training in Baku für eine Überraschung.
Der Niederländer Max Verstappen sorgte im ersten Freien Training in Baku für eine Überraschung. FOTO: dpa
Baku. Mit einem verkorksten Trainingstag in Baku haben die Formel-1-Titeljäger Sebastian Vettel und Lewis Hamilton die Hoffnungen ihrer Verfolger geweckt. Vor allem Red-Bull-Pilot Max Verstappen sorgte mit seinen überraschenden Bestzeiten am Freitag für neue Spannung vor dem Großen Preis von Aserbaidschan, ehe er kurz vor Feierabend heftig in die Streckenbegrenzung rauschte. Christian Hollmann

WM-Spitzenreiter Vettel verfehlte auf dem kniffligen Stadtkurs in seinem Ferrari oft die Ideallinie und kam nicht über Platz fünf hinaus. Mercedes-Star Hamilton reihte sich mit großem Abstand sogar nur auf Rang zehn ein.

Teamkollege Valtteri Bottas stärkte bei den Silberpfeilen als Zweiter immerhin die Zuversicht, dass die Freitagssorgen zu beheben sind. Vettels Stallrivale Kimi Räikkönen belegte Rang vier hinter Daniel Ricciardo, der damit den erstaunlich starken Auftritt der Red Bulls komplettierte. Wegen seines unterlegenen Renault-Motors galt das Team des Getränkeherstellers für den achten Saisonlauf am Sonntag (15 Uhr/RTL und Sky) eher nicht als Sieganwärter.

Hamilton hatte trotz seines überlegenen Sieges zuletzt in Kanada Ferrari die Favoritenrolle für Baku zugeschoben. "Konstanz ist der Schlüssel zum Titelgewinn, und bis jetzt war Sebastian mit seiner Zuverlässigkeit titelreif", sagte er. Zwölf Punkte liegt der 32-Jährige derzeit hinter Vettel. "Wir müssen uns verbessern, wenn wir eine Titelchance haben wollen", sagte er.

Eine der Schlüsselstellen des Wochenendes dürfte die knallenge Kurve acht an der alten Festung werden. Mit den breiteren und schnelleren Autos dieses Jahrgangs erwies sich die knifflige Passage schon im Training als Unfallschwerpunkt. Vettel musste wie andere mehrfach den Notausgang nehmen, um einen Einschlag in die Begrenzung zu verhindern. Der Mexikaner Sergio Perez zerstörte seinen Force India, weil er die Kurve nicht bekam. Auch der Renault von Jolyon Palmer musste dort später erheblich verbeult abgeschleppt werden.