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| 19:07 Uhr

Radsport
Cottbuserin Emma Hinze stärker gefordert

Emma Hinze, die dreifache Junioren-Weltmeisterin von 2015 ist mit nun 21 Jahren eine feste Größe bei den Elite-Fahrerinnen.
Emma Hinze, die dreifache Junioren-Weltmeisterin von 2015 ist mit nun 21 Jahren eine feste Größe bei den Elite-Fahrerinnen. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Die Radsportlerin des RSC soll die Lücke nach Vogels Karriereende mit verkleinern. red

Drei junge Radsportlerinnen sollen perspektivisch die sportliche Lücke verkleinern, die durch das plötzliche Karriereende von Kristina Vogel gerissen wurde: die Cottbuserin Emma Hinze (21), Pauline Grabosch (20/Erfurt) und Lea Sophie Friedrich (18/Dassow).

Während Grabosch und Hinze schon WM- und EM-Erfahrung gesammelt haben, gab Lea Sophie Friedrich beim Weltcup-Auftakt in Paris ihren Einstand in der Elite. Und sie hat diese Aufgabe sehr gut erfüllt: Die Dassowerin (Mecklenburg-Vorpommern) belegte Platz fünf im Sprint-Turnier, wurde an der Seite von Miriam Welte, mit der sie im Sommer bereits den nationalen Titel im Teamsprint errungen hat, ebenfalls Fünfte im Teamsprint und im abschließenden Keirin-Wettbewerb schaffte sie es am letzten Wettkampftag ins kleine Finale, belegte Rang 11. „Ich hatte nicht erwartet, dass ich nach der Junioren-WM im August (Anmerkung: dort holte Friedrich vier Titel) noch so eine Form habe. Die Zeit im Sprint-Turnier war sensationell. Ich bin richtig locker reingegangen“ freute sich die 18-Jährige über ihren gelungen Einstand in Frankreich.

Bereits am kommenden Wochenende findet in Milton (Kanada) die zweite Runde im Weltcup statt. Dort wird Friedrich allerdings pausieren. Stattdessen kommen Pauline Grabosch und Emma Hinze  neben Routinier Miriam Welte zum Einsatz.

„Wir werden Kristina sportlich und auch als Persönlichkeit nicht ersetzen können. Sie ist und bleibt eine Ausnahmeerscheinung“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel, „aber wir haben in der Quantität und auch Qualität eine Breite bei den Frauen, wie es sie seit zehn Jahren nicht mehr gegeben hat“, so der Cottbuser.

Grabosch wurde in diesem Jahr bereits Teamsprint-Weltmeisterin und WM-Dritte im Sprint. Die Cottbuserin Hinze zeigte zuletzt bei den European Games in Glasgow – gleichzeitig der Auftakt der Olympia-Qualifikation – zusammen mit Welte als Dritte im Teamsprint ihr gewachsenes Potenzial. Und Friedrich glänzte im August bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Aigle/Schweiz mit vier Titeln „Alle müssen aber ihren eigenen Weg finden. Das geht vor allem über qualitativ starke Wettbewerbe“, sagt Uibel.

Im März 2019 steht in Polen die Bahn-WM an. An diesem Wochenende geht es aber erst einmal in Kanada weiter. Die Wettbewerbe beginnen am Donnerstag um 17 Uhr Ortszeit mit der Qualifikation in der Mannschaftsverfolgung.