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| 02:48 Uhr

Cottbuser Starter nach London verabschiedet

Frances Herrmann und Norbert Mosandl, beide vom BPRSV Cottbus, wurden am Mittwoch nach London verabschiedet. Von Sparkassen-Vorstandsmitglied Ralf Braun gab es kleine Präsente. Foto: Michael Helbig/mih1
Frances Herrmann und Norbert Mosandl, beide vom BPRSV Cottbus, wurden am Mittwoch nach London verabschiedet. Von Sparkassen-Vorstandsmitglied Ralf Braun gab es kleine Präsente. Foto: Michael Helbig/mih1 FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Nach den Olympischen Spielen in London sind die olympischen Stätten vom 29. August bis 9. September Schauplatz für die Paralympics der Behinderten-Sportler. Deutschland schickt insgesamt 150 Athleten zu den Paralympics, darunter fünf aus Brandenburg. W. von der Burg/vdb1

Zu ihnen gehören Leichtathletin Frances Herrmann und Radsportler Norbert Mosandl aus Cottbus. Beide wurden am gestrigen Mittwoch in den Räumen der Cottbuser Reha Vita von Honoratioren des öffentlichen Lebens verabschiedet. Mit dabei waren auch Leichtahletin Yvonne Sehmisch und Radsportlerin Jana Majunke, die nur knapp die Qualifikation für die Paralympics verpasst hatten.

Der Chef des Olympiastützpunktes Brandenburg, Wilfried Lausch, wünschte allen Athleten viel Erfolg und versprach, dass eine ganze Region die Daumen für sie drückt. Der Cottbuser Bürgermeister Holger Kelch gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich nach den Spielen die Straße des Ruhms, auf der vor dem Cottbuser alten Rathaus alle Cottbuser olympischen Medaillengwinner verewigt sind, noch verlängern möge.

Frances Herrmann, die im Kugelstoßen und Speerwerfen startet, ist gut vorbereitet und freut sich auf die Wettkämpfe: "Ich habe gut trainiert und hoffe natürlich, wenn alle Bedingungen stimmen, in den Medaillenbereich zu kommen." Die stärkste Disziplin von Frances Herrmann, der Diskuswurf, ist in diesem Jahr aus dem Programm gestrichen worden. "Das ist schade und für mich nicht nachvollziehbar. Trotzdem werden wir alles tun, um unser Bestes zu geben. Realistisch gesehen sind in beiden Disziplinen Platzierungen unter den ersten sechs drin", sagte Frances Hermanns Trainer Ralf Paulo.

Frances Herrmann selbst, die gerade ihr Studium als Bachelor "Soziale Arbeit" abgeschlossen hat und seit einer Woche in der Cottbuser Stadtverwaltung arbeitet, hofft natürlich auf noch ein wenig mehr: "Man muss den Wettkampftag abwarten. Da spielen viele kleine Dinge eine Rolle. Vielleicht erwische ich ja so einen guten Tag, der mich in Medaillennähe bringt." Trainer Ralf Paulo ist in London dabei: "Die Vor-Ort-Betreuung spielt da schon eine wichtige Rolle."

Radsportler Norbert Mosandl, einer des besten Handbiker der Welt, rechnet sich auch Chancen aus, im Vorderfeld zu landen: Sein Trainer Christof Weiß bedankte sich am Mittwoch dafür, dass es möglich gemacht wurde, für Mosandl ein neues Handbike zu entwickeln, das sechs Kilo leichter ist als das vorangegangene. "Wir hatten hier sehr gute Bedingungen, um uns vorzubereiten. Das ist nicht überall selbstverständlich im Behindertensport."