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| 19:26 Uhr

Radsport
Cottbuser Kluge holt EM-Silber im Madison

Bahnradsportler Roger Kluge vom RK Endspurt Cottbus (l.) und der Berliner Theo Reinhardt feiern auf dem Podium in Glasgow ihre Silbermedaille.
Bahnradsportler Roger Kluge vom RK Endspurt Cottbus (l.) und der Berliner Theo Reinhardt feiern auf dem Podium in Glasgow ihre Silbermedaille. FOTO: AFP / ANDY BUCHANAN
Glasgow. Der Weltmeister und sein Partner Theo Reinhardt sind zufrieden mit Platz zwei hinter de Ketele/Ghys. dpa

Die Weltmeister Roger Kluge und Theo Reinhardt haben bei den Bahnradsport-Europameisterschaften in Glasgow die Silbermedaille im Zweier-Mannschaftsfahren gewonnen. Nach einem starken Rennen mussten sich der Cottbuser Kluge (RK Endspurt) und sein Berliner Partner mit 49 Punkten nur den Belgiern Robbe Ghys und Kenny de Ketele (60 Punkte) geschlagen geben. Platz drei im Madison belegten die Briten Oliver Wood und Ethan Hayter (38).

„Wir haben die Belgier leider nicht vom Hinterrad bekommen, aber bewiesen, dass wir als Weltmeister jedes Rennen mitbestimmen können“, sagte Roger Kluge. „Die Vorzeichen standen nicht so gut. Auch deshalb können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein“, ergänzte Reinhardt, der mit Knieproblemen in der Vorbereitung länger pausieren musste.

Stefan Bötticher aus Chemnitz hatte im Sprint-Wettbewerb noch die Chance auf Gold. Der Weltmeister von 2013, der nach gesundheitlichen Problemen am Sonntag überraschend die Qualifikation gewonnen hatte, besiegte im Halbfinale den britischen Vize-Weltmeister Jack Carlin mit 2:1 Läufen. Gegner im Finale am Montagabend war Jeffrey Hoogland aus den Niederlanden. Bötticher hatte damit Silber schon sicher und die neunte EM-Medaille für die deutschen Bahnradsportler in Glasgow verbucht.

Im 500-Meter-Zeitfahren erreichte Weltmeisterin und Titelverteidigerin Miriam Welte aus Kaiserslautern in 34,155 Sekunden nur als Fünfte das Finale der besten Acht, das ebenfalls am Abend ausgetragen wurde. Die Bestzeit fuhr Sprint-Europameisterin Daria Schmelewa aus Russland (33,309).

Für die bis dato zweite Goldmedaille für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei der EM hatte am Sonntagabend Domenic Weinstein gesorgt. Der Schwarzwälder feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. „Endlich – das trifft es ganz gut“, fasste er nach WM-Silber 2016 sowie mehreren Silber- und Bronzemedaillen bei der EM seinen „Befreiungsschlag“ zusammen.