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| 02:40 Uhr

Cottbuser Diener ist weiter im Olympia-Rennen

Christian Diener
Christian Diener FOTO: dpa
Berlin. Der Cottbuser Schwimmer Christian Diener ist seinem Traum von Olympia einen Schritt näher gekommen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin schaffte der 22-Jährige über 200 Meter Rücken den ersten Teil der Olympiaqualifikation. dpa/sh

"Starker Vorlauf über 200 Rücken" - so kommentierte der inzwischen für Potsdam startende Diener auf seiner Facebookseite sein Ergebnis. Mit seiner Zeit von 01:58,36 Minuten blieb Diener unter der Olympianorm. Auch im Finale, das er hinter Jan-Philip Glania als Zweiter beendete, knackte er die Normzeit.

Die deutschen Meisterschaften in Berlin waren allerdings erst die erste wichtige Etappe der Beckenschwimmer auf dem Weg zu den Olympischen Spielen. Nach erfüllten Normen in Vorläufen und Finals müssen die Schwimmer auf der sogenannten "Longlist" ihre Leistungen bei einem weiteren Wettkampf bestätigen. Entweder bei einem Meeting der international traditionell stark besetzten Mare-Nostrum-Tour in Canet (Frankreich) am 8./9. Juni oder Barcelona (11./12. Juni) oder den German Open in Berlin (5. bis 8. Juli).

Die Titelkämpfe in Berlin haben gezeigt: Angst vor einem neuen Olympia-Debakel müssen die deutschen Schwimmer nicht haben. Sechs deutsche Rekorde und mehr als ein Dutzend Plätze unter den Top Ten der Weltjahresbestenliste mit Weltmeister Marco Koch als Nummer eins machen Hoffnung auf die ersten Olympia-Medaillen seit 2008. Koch, Weltrekordler Paul Biedermann und die WM-Vierte Franziska Hentke starten nach den deutschen Meisterschaften als aussichtsreiche Kandidaten den Rio-Countdown.

"Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Es gab nicht nur ein, zwei herausragende Einzelkönner, sondern auch eine ganze Bandbreite von jungen Leuten", sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz. Er rechnet mit einem etwa 30-köpfigen Team, das laut Zielvorgabe für mindestens zwei Medaillen gut sein soll. Biedermannn nutzte das attraktivste Rennen über seine Paradestrecke 200 Meter Freistil zu einer Demonstration der Stärke. In 1:45,45 Minuten gelang ihm am Sonntag die weltweit die zweitschnellste Zeit des Jahres. Koch zwickte noch im Vorlauf die Schulter, davon war im Finale über 200 Meter Brust nichts zu sehen. In 2:07,88 Minuten schwamm der Rio-Favorit nah an seine eigene Weltjahresbestzeit heran.

Die Rekordfrau der Tage von Berlin war mit vier Bestmarken Alexandra Wenk. Die Münchnerin löschte über 200 Meter Lagen am Samstag den 35 Jahre alten Rekord von Ute Geweniger aus dopingbelasteten DDR-Zeiten. Tags darauf verbesserte die 21-Jährige auch die nationale Bestmarke über 100 Meter Schmetterling.