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| 22:03 Uhr

Radsport
Levy stark - aber knapp an der Medaille vorbei

Im Viertelfinale hatte Maximilian Levy (o.) den Briten Ryan Owens bezwungen.
Im Viertelfinale hatte Maximilian Levy (o.) den Briten Ryan Owens bezwungen. FOTO: Frey-Pressebild/Deines / imago/Thomas Frey
Apeldoorn. Der Cottbuser Maximilian Levy hat bei der Bahnrad-WM in Apeldoorn im Sprint ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 30-Jährige erreichte nach Rang 17 in der Qualifikation noch das Halbfinale. Dort fehlten ihm Kraft und Glück.

Von Jan Lehmann und Thomas Juschus

Eigentlich hatte Maximilian Levy für den Samstag schon den ersten Urlaubstag eingeplant. Doch nach seinem überraschenden Einzug ins Viertelfinale sorgte der Cottbuser bei der Bahnrad-WM weiter für Furore. Er besiegte im Viertelfinale den Briten Ryan Owens klar in zwei Läufen. Im Halbfinale setzte dann aber dessen Landsmann Jack Carlin das Stoppzeichen. Der Brite gewann später die Silbermedaille. Gold holte der Australier Matthew Glaetzer.

Im Rennen um Bronze musste sich Levy dann dem Franzosen Sebastien Vigier beugen. Im ersten Lauf lag er nur 23 Tausendstel hinter seinem Konkurrenten, im zweiten Lauf war es dann deutlicher. Nach einer für Levy langen WM, die bereits am Mittwoch mit dem fünften Platz im Teamsprint begonnen und ihn am Donnerstag zu Bronze im Keirin geführt hatte, fehlten nach dem zweitägigen Sprintturnier an dieser Stelle dann schlichtweg die Kraft – und ein bisschen auch das Rennglück.

Das hatte er am Vortag noch gehabt. Dort traf er als Qualifikations-17. im Achtelfinale auf den Quali-Besten Jeffrey Hoogland aus den Niederlanden. Levy berichtete bei „Facebook“: „Ich fuhr einen aggressiven Lauf, hatte ja nichts zu verlieren und kam vor ihm über die Ziellinie!! Ich glaub das passiert einmal in der Karriere als 17. den 1. auszuschalten. Allerdings ist die WM der wohl passendste Zeitpunkt dafür.“

Für Levy ist die WM nun beendet, der wohlverdiente Urlaub beginnt. Am abschließenden Sonntag wird der Cottbuser dabei sicher seinem langjährigen Freund Roger Kluge die Daumen drücken. Der startet dann gemeinsam mit Theo Reinhardt im Madison. Zudem geht sein RSC-Vereinskollege Eric Engler über die 1000 Meter auf die Strecke. Am Samstag landete die Forsterin Romy Kasper im Madison-Rennen mit Lisa Küllmer vom RSC Cottbus auf Rang zehn.

Miriam Welte aus Kaiserslautern hat bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften zum zweiten Mal nach 2014 die Goldmedaille im 500-Meter-Zeitfahren gewonnen. Die 30-Jährige benötigte 33,150 Sekunden und siegte vor Titelverteidigerin Daria Shmeleva aus Russland (33,237). Platz vier belegte am Samstagabend Pauline Grabosch aus Magdeburg in persönlicher Bestleistung von 33,487 Sekunden.

Zuvor hatte Lisa Brennauer aus Durach in der 3000-Meter-Einerverfolgung einen deutschen Rekord aufgestellt. In 3:32,485 Minuten verbesserte die 29-Jährige in der Qualifikation die bisherige Bestmarke der Münchnerin Gudrun Stock (3:33,687) um mehr als eine Sekunde. Die Amerikaner Chloe Dygart verbesserte den acht Jahre alten Weltrekord auf 3:20,072 Minuten.