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| 06:00 Uhr

Fussball
Connors Traum von der Bundesliga

Von Alemannia Altdöbern über den 1. FC Frankfurt zu Energie Cottbus: Connor Struck (14).
Von Alemannia Altdöbern über den 1. FC Frankfurt zu Energie Cottbus: Connor Struck (14). FOTO: Uwe Hegewald
Cottbus/Altdöbern. Der 14-Jährige aus Altdöbern will Profi-Fußballer werden – am liebsten bei Energie. Da kickte auch sein Vater schon. Von Uwe Hegewald

„Manchmal wiederholt sich Geschichte“, sagt Steve Römer (36) mit Blick auf seinen kickenden Sohn Connor. Im Sommer hat dieser einen Vertrag beim Nachwuchs von Energie Cottbus unterzeichnet und damit einen weiteren Schritt in eine gewünschte Fußballkarriere gemacht. Ginge es nach dem 14-Jährigen, würde er gerne Profifußballer werden und in der Bundesliga spielen. „Wenn es Energie nicht wieder bis in die 1. Bundesliga schafft, dann am liebsten bei Borussia Dortmund“, so sein Traum.

Ob Connor, der den Familiennamen seiner Mutter Struck trägt, die gewünschte Entwicklung nimmt, werden die kommenden Jahre zeigen. „Talent und Ehrgeiz hat er allemal“, sagt Steve Römer und erklärt, warum sich Geschichte manchmal wiederholt: „Mit 14 bin ich auch zu Energie gewechselt, damals von der TSG Lübbenau“, so der heutige Trainer der 1. Männermannschaft von Alemannia Altdöbern (Landesklasse). Dass seinem Zögling die Trennung vom Elternhaus Probleme bereiten könnte, sieht Römer nicht. „Zuletzt war er an der Sportschule in Frankfurt (Oder) und ist daher mit den Gegebenheiten vertraut“, sagt der Vater.

Bei einer Sichtung hat Connor Struck auf sich aufmerksam gemacht und ist von den Frankfurtern rekrutiert worden. „Einfach war das für uns nicht. Man muss viel Vertrauen in den Jungen, aber auch in die Trainer und Betreuer legen“, schildert Ulrike Struck ihre damalige Gefühlslage. Auch dürfe das Schulische nicht außer Acht gelassen werden. „Keiner weiß, ob das mit der gewünschten Fußballkariere klappt. Ein entsprechender Schulabschluss ist dann umso wichtiger“, begründet die 34-Jährige. „Wenn unsere Söhne Unterstützung benötigen, werden wir diese leisten.“

Connor Struck und sein Vater Steve Römer – auch er ist damals mit 14 Jahren zu Energie Cottbus gewechselt. Mittlerweile ist er Trainer in der Landesklasse.
Connor Struck und sein Vater Steve Römer – auch er ist damals mit 14 Jahren zu Energie Cottbus gewechselt. Mittlerweile ist er Trainer in der Landesklasse. FOTO: Uwe Hegewald

Neben Connor fühlt sich auch der jüngere Bruder Lennox zum Fußball hingezogen und hat es über die D-Junioren von Alemannia Altdöbern bis in die Kreisauswahl Oberspreewald-Lausitz geschafft.

Connor Struck, der inzwischen zum Landesauswahl-Kader zählt, sieht seinen Wechsel von Frankfurt nach Cottbus als „richtigen Schritt“. „Auch wenn das Training noch intensiver, aber auch anspruchsvoller ist“, erzählt der 14-Jährige rückblickend auf die vergangenen Wochen.

In der Saisonvorbereitung ging es unter anderem ins Trainingslager nach Polen, erzählt der Nachwuchsspieler, den auch die Scouts vom 1. FC Magdeburg auf ihrem (Einkaufs-)Zettel hatten. Für Cottbus sprach zudem die geringe Distanz zwischen Elternhaus und Sportschule. „Bei seiner Zeit in Frankfurt haben wir regelmäßig Shuttle-Dienste geleistet, insbesondere bei Auswärtsspielen“, berichten Ulrike Struck und Steve Römer aus dem Leben von Eltern eines Fußballtalents.

Aber Chauffieren waren sie gewohnt. Neben dem früheren Training bei der damaligen Alemannia ging es zusätzlich zum DFB-Stützpunkt nach Lübbenau, um sich auch dort Tipps zu holen, wie man  die feinere Klinge oder die bessere Flanke schlägt. Damit es auch tatsächlich klappt mit der Bundesliga.