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Christopher Jursch verletzt sich beim Einturnen am Kehlkopf und holt Silber

Christopher Jursch nimmt ein schmerzhaftes Andenken vom DTB-Pokal in Stuttgart mit zum Weltcup nach Doha (Katar).
Christopher Jursch nimmt ein schmerzhaftes Andenken vom DTB-Pokal in Stuttgart mit zum Weltcup nach Doha (Katar). FOTO: privat
Cottbus. Mit einer schmerzhaften Andenken am Kehlkopf ist der Cottbuser Nationalmannschaftsturner Christopher Jursch zum Weltcup nach Doha (Katar) abgereist. Der 24-Jährige war beim DTB-Pokal am Wochenende in Stuttgart beim Einturnen ziemlich übel an die Reckstange geraten. Jan Lehmann

Ein Flugelement ging schief und Jursch erlebte einen Stangenkuss der üblen Sorte. Dabei trug der Vorturner vom SC Cottbus eine rote Schürfwunde am Hals davon. Dass er sich später um diesen Hals doch noch die Silbermedaille hängen lassen durfte, die er in der Team-Challenge mit Deutschland I gewann, linderte sicher den Schmerz. Karsten Oelsch, Sportlicher Leiter vom SC Cottbus erklärt: ",Jurschi' hat sein Kämpferherz bewiesen. Das war eine tolle Leistung." Als Drittbester am Reck (14,200 Punkte) und Fünfter beim Sprung (14,133) steuerte der Cottbuser wichtige Punkte für deutschen Rang zwei hinter der russischen Mannschaft bei.

Auch Bundestrainer Andreas Hirsch dürfte nicht entgangen sein, dass aus Jursch inzwischen ein richtiger Mann geworden ist, der nach Rückschlägen nicht mehr so schnell aufsteckt. In Doha könnte der Cottbuser ab Dienstag weitere Pluspunkte für die EM-Qualifikation sammeln. Bundestrainer Hirsch kann insgesamt sechs Tickets für die Titelkämpfe Mitte April in Cluj (Rumänien) vergeben, Jursch ist einer der Kandidaten dafür.

Nach der Rückkehr aus dem Wüstenstaat steht für den Cottbuser und seine Nationalmannschaftskollegen dann die endgültige EM-Entscheidung bei einem internen Qualifikationswettkampf am 2. April im Bundesleistungszentrum Kienbaum an. Spätestens dann sollte Jurschs Andenken aus Stuttgart wieder verheilt sein.