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Chemnitz formt neues Team

Mathias Fetsch spielte auch schon in Cottbus.
Mathias Fetsch spielte auch schon in Cottbus. FOTO: dpa
Leipzig. Es wird geschwitzt, gelaufen, Kraft gebolzt und die Taktik besprochen. Die Fußball-Drittligisten in den neuen Bundesländern befinden sich im Endspurt der Saisonvorbereitung. dpa/noc

In der kommenden Woche startet die zehnte Drittliga-Saison.

Chemnitzer FC: Außer dem langzeitverletzen Jamil Dem sind alle Kicker fit. Neu-Coach Horst Steffen nutzt jeden Trainingstag, denn in der Sommerpause wurde der Kader mit elf Abgängen und acht Zugängen kräftig umgekrempelt. "Wir suchen zwar noch einen Stürmer sowie einen jungen Torwart, doch dabei besteht jetzt kein zeitlicher Druck", sagte Steffen. Er muss möglichst zügig um die erfahrenen Spieler wie Julius Reinhardt, Dennis Grote und Daniel Frahn eine schlagkräftige Elf formen. Aber auch im wirtschaftlichen Bereich gibt es für den CFC nach wie vor viel zu tun. Denn die Lizenz gab es erst im zweiten Anlauf.

Rot-Weiß Erfurt: Die Thüringer setzen vorwiegend auf junge tatendurstige Spieler. Insgesamt wurden elf neue, fast alle unter 23 Jahre alt, geholt. Zehn Spieler sind gegangen, darunter Leistungsträger wie Mario Erb, Janis Nikolaou, Sebastian Tyrala und Okan Aydin. "Wir wollen so früh wie möglich den Klassenerhalt sichern und nichts mit dem Abstieg zu tun haben", sagte Trainer Stefan Krämer. Die wirtschaftlichen Bedingungen sind nach wie vor angespannt. Zwar steht ein Etat von 2,7 Millionen Euro zur Verfügung, weitere Leistungsträger waren aber nicht finanzierbar.

Hallescher FC: Die Ansage von Präsident Michael Schädlich ist eindeutig: "Platz sieben bis fünf" sei ein "ambitioniertes Ziel". Um in solche Regionen vorzustoßen, muss der HFC die zuletzt mangelnde Torausbeute vergessen machen. Richten sollen das vor allem Petar Sliskovic und Mathias Fetsch. Der in der Vorsaison ausgeliehene Sliskovic konnte sich in den Testspielen, die der HFC bei unterklassigen Vereinen fast durchgängig zweistellig gewann, bisweilen als sechsfacher Torschütze feiern lassen. Der mit viel Vorschusslorbeeren von Holstein Kiel gekommene Fetsch gilt als Königstransfer.

Carl Zeiss Jena: Der Aufsteiger hat für die Rückkehr in den bezahlten Fußball bislang mit Keeper Jo Coppens, Abwehrspieler Marius Grösch, den Mittelfeldakteuren Justin Schau, Maximilian Weiß und Jan Löhmannsröben fünf Neue geholt. Zu den sieben Abgängen zählt Stürmer Bédi Buval, den Jena gern gehalten hätte. In den bisherigen Testspielen gab es zuletzt ein 1:4 gegen den belgischen Erstligisten Sint-Truiden. "Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben", sagte Trainer Mark Zimmermann. Zuvor hatte sein Team vier Duelle gewonnen.

1. FC Magdeburg: Neun Neuzugänge muss Trainer Jens Härtel integrieren. Mit Philipp Türpitz und Dennis Erdmann wurden zwei potenzielle Leistungsträger verpflichtet. Dazu kam Mittelfeldmann Andreas Ludwig vom FC Utrecht und eine Handvoll Nachwuchsleute. Beim Saisonziel übt sich der FCM fast schon traditionell in Zurückhaltung. Härtel: "Wir starten mit null Punkten und brauchen deshalb erst mal 45 Zähler und entsprechend viele Siege."

Hansa Rostock: Nach dem großen Umbruch in der Sommerpause - 16 Spieler kamen, 17 gingen - muss sich das Team von Neu-Trainer Pavel Dotchev erst noch finden muss. "Wir müssen eine Einheit werden", forderte der 51-Jährige Deutsch-Bulgare bei Dienstantritt und reiste mit dem Team erstmals seit drei Jahren wieder in ein Sommertrainingslager. Das Gerüst sollen Oliver Hüsing, Amaury Bischoff und Soufian Benyamina bilden. Der frühere Torjäger Marcel Ziemer wurde von Dotchev zur Bewährung in die zweite Mannschaft geschickt.

FSV Zwickau: Anderthalb Wochen vor dem Saisonstart findet der FSV immer besser zu seiner Form. Der Vorjahres-Fünfte hatte in den ersten Trainingstagen nach der Sommerpause viel experimentiert. Trainer Torsten Ziegner ließ unter anderem die Dreierkette üben, nahm davon aber nach einem 2:2 im Testspiel gegen Regionalligist Nordhausen wieder Abstand. Verzichten muss der FSV in den kommenden Wochen auf Verteidiger Alexander Sorge (Knieverletzung).