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"Chamäleon" Boateng ist zurück in der Bundesliga

Querkopf und Bad Boy: Kevin-Prince Boateng (30)
Querkopf und Bad Boy: Kevin-Prince Boateng (30) FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Selbstbewusst, schlagfertig und immer zu einem kessen Spruch bereit: So kennt man Kevin-Prince Boateng im Fußball seit Jahren, und genauso hat er sich am Freitag nach seiner Bundesliga-Rückkehr zu Eintracht Frankfurt auch präsentiert. "Ich bin in Berlin geboren, ich bin ein Chamäleon, ich kann mich überall schnell anpassen", sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler mit so illustren Karrierestationen wie dem AC Mailand, Borussia Dortmund, Schalke und Tottenham Hotspur in seiner bewegten Vita. dpa/jam

Zwei Tage vor dem ersten Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg ist der Eintracht damit einer ihrer spektakulärsten Transfers der vergangenen Jahre gelungen.

Im offensiven Mittelfeld benötigte Frankfurt dringend einen Ersatz für seine beiden Langzeitausfälle Alexander Meier (Borreliose) und Marco Fabian (Rückenoperation).

Ob der Halbbruder von Weltmeister Jérôme Boateng bereits an diesem Sonntag um 15.30 Uhr für seinen neuen Verein auflaufen kann, hängt noch an der rechtzeitigen Freigabe durch den spanischen Fußball-Verband, in dessen Hoheitsgebiet er noch bis zum Mittwoch für UD Las Palmas spielte. Falls er aber in Freiburg dabei sein sollte, kündigte Boateng schon einmal an: "Wir sind Eintracht Frankfurt. Wir fahren dahin, wir werden gewinnen, dann fahren wir wieder nach Hause."

Für seinen Wechsel nach Frankfurt gibt es auch private Gründe. Boateng wollte wieder in der Nähe seiner beiden Kinder in Mailand und der Umgebung von Düsseldorf leben ("Deutschland hat mir gefehlt"). Eintracht-Trainer Niko Kovac, der vor vielen Jahren bei Hertha Kabinennachbar von Boateng war, hatte den Transfer gegen alle Skepsis von außen forciert.