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Bundesliga legt los: Neue Termine und neue Assistenten

Arturo Vidal und die Bayern gehen als Favorit in die Saison.
Arturo Vidal und die Bayern gehen als Favorit in die Saison. FOTO: dpa
Cottbus. Die Bundesliga geht in ihre 55. Saison. Es gibt neue Anstoßtermine, die Schiedsrichter haben einen Videoassistenten und Bibiana Steinhaus ist die erste Unparteiische der Geschichte. rp

Bibiana Steinhaus
Künftig müssen sich die Herren Fußballstars nicht nur im Pokal von einer Schiedsrichterin die Regeln erklären lassen. "Ich habe mir Akzeptanz und und Respekt erarbeitet", sagt Bibiana Steinhaus (38), "jetzt ist der optimale Zeitpunkt." Seit zehn Jahren pfeift sie Profispiele, in diesem Sommer ist sie aus der zweiten Liga aufgestiegen.

Der Favorit
Es kann nur einen geben, so wie jedes Jahr. Bayern München hat sich zwar eine ziemlich gruselige Vorbereitungsserie in Asien geleistet. Doch die Konkurrenten hoffen mal wieder vergeblich darauf, dass die Münchner ernsthaft in einer dauerhaften Krise versinken. Die Mannschaft ist zu stark. Selbst wenn sich Trainer Carlo Ancelotti weiterhin taktischen Neuerungen verschließt, kann er auf die vielgerühmte individuelle Klasse seiner Spieler vertrauen.

Die Verfolger
Borussia Dortmund kann die Bayern ärgern - aber nur, wenn Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembélé an Bord bleiben. Danach sieht es allerdings nicht aus. Zumindest einer der Angreifer wird den BVB verlassen. RB Leipzig machte vergangene Saison durch die fröhliche Hetzjagd auf die gegnerischen Spieler Eindruck, im Trainersprech: durch Pressing und Gegenpressing. Die Gegner lassen sich davon zunehmend weniger irritieren.

Neue Anstoßtermine
Die Vermarkter bei der Deutschen Fußball Liga haben in den Fernsehverträgen die Rekordsumme von 4,6 Milliarden für die nächsten vier Jahre ausgehandelt und sich dafür ein paar neue Termine eingehandelt. Je fünf Spiele werden am Sonntag um 13.30 Uhr und am Montag um 20.30 Uhr ausgetragen. Das Sonntagabendspiel wird um 18 Uhr angepfiffen.

Der Videoassistent
In einem Keller in Köln-Deutz sitzen ab dieser Saison zusätzliche Helfer für die Schiedsrichter. Sie werden auf dem Bildschirm wichtige Szenen noch einmal anschauen und das Gespann der Unparteiischen auf dem Platz bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Traditionalisten müssen allerdings keine Angst haben. Die Diskussionen um falsche Entscheidungen, die zuverlässig die Nachbereitung der Spiele begleiten, werden nicht enden. Fehler wird es weiter geben. Zum Glück.