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| 02:48 Uhr

Britta Steffen: Schnell im Wasser – und an Land ganz normal

Baden-Baden. Britta Steffen ist außergewöhnlich schnell im Wasser – und an Land ein ganz normaler Mensch.

Im "Wasserwürfel" von Peking riss sich der Gold-Fisch am 17. August die Badekappe vom blonden Schopf und grüßte als Doppel-Olympiasiegerin die Welt. Die Konkurrenz rieb sich ungläubig die Augen. Britta Steffen hatte in 24,06 Sekunden triumphiert und nach den 100 Metern auch noch Gold über 50 Meter Freistil an Land gezogen. Die Berlinerin war am Ziel ihrer Träume.

16 Jahre nach Dagmar Hase 1992 in Barcelona bescherte Steffen Deutschlands Schwimmern wieder einen Olympiasieg. Die Bilder, als sie sich am Beckenrand mit Franziska van Almsick in den Armen lag und hemmungslos heulte, gingen um die Welt. Beim 100-Meter-Finale war sie bei der Wende Letzte, alles schien verloren, alle Träume geplatzt - dann ging die Post ab. Die große Kämpferin setzte sich durch.

Britta Steffen ist nicht abgehoben. Als sie ganz oben war, ist sie ganz schnell wieder auf Tauchstation gegangen. Die 25 Jahre alte Berlinerin tut alles, um sich ihr Privatleben auch als solches zu erhalten. Sie will kein Glamourgirl sein und die Titelblätter schmücken. Sie will einfach Britta Steffen sein. Die aus Schwedt stammende Schwimmerin kann durch Berlin gehen, ohne behelligt zu werden. Abschotten - das hat sie fast bis zur Perfektion entwickelt. Sie blendet die Außenwelt aus, wenn es auf dem Weg zum sportlichen Erfolg sein muss. Auch nach Doppel-Gold in Peking ließ sie sich nicht unter Druck setzen. Schritt für Schritt will Britta Steffen ihre Zukunft planen, nichts übereilen. Jetzt zählt das Studium, denn es gibt auch ein Leben neben und vor allem nach dem Schwimmsport. dpa/tus