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Boxen: Amateure und Profis machen gemeinsame Sache

Hamburg. Das deutsche Boxen wird umgekrempelt. Künftig wollen Amateure und Profis gemeinsame Sache machen. dpa/jam

Bisher galt Konfrontation, jetzt heißt das Schlagwort Kooperation. "Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, Synergien nutzen", sagt Michael Müller, Sportdirektor des Deutschen Boxsport-Verbandes. "Die Trennung ist nicht mehr zeitgemäß. Wir werden alle von gemeinsamen Strategien profitieren. Wir sind in sehr guten Gesprächen", so Frederick Ness, Geschäftsführer im Sauerland-Stall.

Das beinhaltet gemeinsame Kampfabende von Profis und Amateuren, Aushilfe der Amateurtrainer bei den Profis, gemischtes Training an Bundesstützpunkten, gemeinsame Ranglisten und Olympia-Qualifikation, Wechsel von Profis zu den Amateuren und wieder zurück. "Jetzt ist alles möglich. Die Hürden sind weg", sagt DBV-Präsident Jürgen Kyas.

Grünes Licht gibt die AIBA. Der Weltverband der Amateurboxer ist zur Erkenntnis gekommen, dass mit Abschottung keine Fortschritte zu erzielen sind. Das historische Angebot, erstmals Profi-Boxer an Olympischen Spielen teilnehmen zu lassen, war im ersten Anlauf vor Rio gescheitert. Für Tokio 2020 wird nun umgeschichtet.