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Bodenlos: SC Cottbus hat ein Geräteproblem und hofft auf Woidke

SCC-Trainer Karsten Oelsch sieht Nachteile im Training.
SCC-Trainer Karsten Oelsch sieht Nachteile im Training. FOTO: sby1
Cottbus. Die Turner des SC Cottbus treten zum zweiten Wettkampftag in der Deutschen Turnliga (DTL) beim MTT Chemnitz/Halle (Sonntag, 15 Uhr) mit doppeltem Handicap an. Zwar rechnen sich die Lausitzer trotz der Personalsorgen eine Chance aus – allerdings haben sie auch noch ein Trainingsproblem. Jan Lehmann

SCC-Trainer Karsten Oelsch erklärt: "Wir können unsere Jungs am Boden nicht vernünftig vorbereiten, weil wir nicht das Wettkampfgerät haben." Hintergrund: Seit 2011 wird auf einer Neuentwicklung der Firma Spieth geturnt. Dieser Schwingboden ermöglicht es den Turnern durch seine neue Federung, andere Absprünge, Sprunghöhen und damit Schwierigkeiten zu realisieren. Oelsch erklärt: "Das ist ein völlig anderes Sprungverhalten."

Sylvio Kroll, Bereichsleiter des Olympia-Stützpunktes (OSP) in Cottbus, bestätigt: "Ohne diesen Boden haben wir einen Wettbewerbsnachteil." Das Problem: Der OSP wie auch der Verein oder der Sportstättenbetrieb Cottbus können die Investition in Höhe von etwa 35 000 Euro nicht alleine stemmen. Kroll erklärt: "Wir bemühen uns um eine Landesbeteiligung von 80 Prozent. Wir müssen auf politische Unterstützung hoffen."

Deswegen will Kroll das Thema an diesem Freitag erneut ansprechen, wenn die brandenburgische SPD-Landtagsfraktion zum "Sportpolitischen Forum" in die Aula der Lausitzer Sportschule (18 bis 20 Uhr) einlädt. Dort werden unter anderem Ministerpräsident Dietmar Woidke, ein bekennender Turnfan, sowie Martina Münch, die Cottbuser Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, zugegen sein und in einer öffentlichen Runde über die Herausforderungen und Chancen für das Sportland Brandenburg diskutieren.

Die schwere Knieverletzung bei Alexander Grötsch hat sich als Kreuzbandriss herausgestellt. Er wird dem SCC damit etwa sechs Monate fehlen.

OSP-Leiter Sylvio Kroll wirbt um Hilfe aus Potsdam.
OSP-Leiter Sylvio Kroll wirbt um Hilfe aus Potsdam. FOTO: jki1