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"Bitterer" Punkt für Spanien – Eklat bei Italien

Ein spätes Elfmetertor durch Daniele Rossi rettete Italien den glücklichen Punkt. Doch dort wird mehr über die Suspendierung von Graziano Pellè diskutiert.
Ein spätes Elfmetertor durch Daniele Rossi rettete Italien den glücklichen Punkt. Doch dort wird mehr über die Suspendierung von Graziano Pellè diskutiert. FOTO: dpa
Turin/Madrid. In der spanischen Nationalmannschaft geht die Wut um. Beim 1:1 in Italien wurde der Sieg verschenkt. Auf der Gegenseite ist man mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Ein Eklat überschattet aber die Freude der der Squadra Azzurra. dpa/jal

Spaniens Frust soll nun am Sonntag der nächste Gegner Albanien zu spüren bekommen. "Wir haben hier den Sieg verschenkt, wir sind wütend", sagte der Fußball-Nationalspieler Sergio Busquets nach dem 1:1 im WM-Qualifikationsspiel gegen Italien mit ernster Miene. Trotz zum Teil drückender Überlegenheit hatte "La Roja" in Turin kurz zuvor die Revanche für die EM-Achtelfinalpleite vor gut drei Monaten (0:2) verpasst.

"Dieser Punkt hat einen bitteren Geschmack", titelte am Freitag die Sportzeitung "Marca". Im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Julen Lopetegui zeigte der Weltmeister von 2010 am Donnerstag, dass er auf dem bestem Wege ist, nach den Pleiten bei der WM 2014 und der EM im vorigen Sommer zu alter Stärke zurückzufinden. Stürmer Vitolo brachte die Gäste nach einem Patzer von Italiens Kapitän und Keeper Gianluigi Buffon, der über den Ball trat, in der 55. Minute hochverdient in Führung.

Aber kurz vor Schluss verursachte Sergio Ramos leichtfertig einen Elfmeter an Eder und Daniele De Rossi glich aus (82.). Ein Eklat überschattete bei den Italienern den glücklichen Punktgewinn: Graziano Pellè flog nach verweigerten Handschlag mit Trainer Giampiero Ventura aus dem Kader. Der Stürmer werde wegen "respektlosen Verhaltens" nicht im Aufgebot für die Partie am Sonntag gegen Mazedonien stehen, teilte der Verband mit.

Die Überlegenheit der Spanier im Südeuropa-Derby erklärt die so gegensätzlichen Gefühle nach dem Abpfiff. Die italienischen Medien stellten fest, De Rossi & Co. seien noch weit von der Weltspitze entfernt. Der Kampfgeist der Hausherren wurde aber hervorgehoben: "Herz Italien", titelte "Tuttosport". "Das ist ein sehr gutes Ergebnis für uns", meinte Trainer Ventura, der wieder Catenaccio spielen lässt und die Pflichtspiel-Heimserie der Squadra Azzurra ohne Niederlage auf 61 ausbauen konnte.