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Berliner Sechstagerennen nach Krisenjahr wieder mit Vollgas

Christian Grasmann (l.), der gerade mit Kenny de Ketele das Sechstagerennen in Bremen gewonnen hat, geht in Berlin zusammen mit dem Cottbuser Nico Heßlich an den Start.
Christian Grasmann (l.), der gerade mit Kenny de Ketele das Sechstagerennen in Bremen gewonnen hat, geht in Berlin zusammen mit dem Cottbuser Nico Heßlich an den Start. FOTO: dpa
Berlin. Die Organisatoren sehen das Berliner Sechstagerennen nach wirtschaftlichen und strukturellen Problemen wieder "in der Spur". Leiter Reiner Schnorpfeil teilte am Mittwoch mit, dass nach dem "Aufschrei" im Vorjahr Sponsoren ihr Engagement wieder verstärkt hätten. dpa/jam

Die neue Kooperation der Londoner Madison Sports Group (MSG) mit dem Velodrom "läuft rund", versicherte Schnorpfeil. Die Verträge der Sechstagerennen-GmbH als Bestandteil der MSG mit der Veranstaltungshalle seien bis 2022 abgesichert. Die 105. Auflage des Traditionsrennens findet vom 28. Januar bis zum 2. Februar zum 20. Mal hintereinander im Velodrom an der Landsberger Allee statt.

Der sportliche Sixdays-Leiter Dieter Stein versprach "erstklassigen Sport". Dies "nicht nur wegen der großen Namen der Szene beiderlei Geschlechts, die im Madison, Sprint und bei den Stehern dabei sind, sondern auch wegen der größten Teilnehmerzahlen und der Breite des Sportprogramms". 75 Fahrer sollen im Velodrom starten. Fünf Paare zählen zu den Sieganwärtern im Zweier-Mannschaftsfahren, das im Vorjahr Marcel Kalz und Leif Lampater (Berlin/Irschenberg) gewannen.

Dieses Mal fährt Kalz mit dem Cottbuser Roger Kluge (RK Endspurt), der derzeit noch bei der Rundfahrt "Down Under" in Australien aktiv ist. Am Dienstag kehrt er zurück. "Ich hoffe, dass ich mit dem Jetlag klar komme", sagte der am Telefon zugeschaltete zweimalige Sixdays-Gewinner: "Ich fühle mich aber sehr gut und fit."

Mit dabei im Velodrom ist auch der Cottbuser Nico Heßlich ("Quasi mein Heimrennen"), der zusammen mit Christian Grasmann (München) an den Start geht. Letzterer hat soeben mit Partner Kenny de Ketele (Belgien) das 52. Bremer Sechstagerennen gewonnen. Das Team setzte sich am Dienstagabend gegen die Verfolger Jesper Mørkøv (Dänemark) und Morgan Kneisky (Frankreich) durch. Die Titelverteidiger Alex Rasmussen (Dänemark) und Marcel Kalz (Berlin) wurden Dritte.

Veränderungen wird es beim Berliner Sechstagerennen im Innenraum mit einer neuen Showbühne geben. "Warum soll nicht während des Rennens auch getanzt werden?", regte Schnorpfeil an.

In den Rahmen-Wettbewerben sind zudem die Cottbuser RSC-Sprinter Robert Förstemann und Erik Balzer vertreten. Der Forster Stefan Schäfer (RK Endspurt) ist als amtierender Meister bei den Stehern dabei.