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Berliner Füchse stapeln als Titelverteidiger tief

Berlins Spielmacher Petar Nenadic (r.) war zuletzt angeschlagen.
Berlins Spielmacher Petar Nenadic (r.) war zuletzt angeschlagen. FOTO: dpa
Berlin. Alle guten Dinge sind drei, heißt es für Handball-Bundesligist Füchse Berlin, wenn sie an diesem Freitag in den IHF Super Globe in Doha (Katar) starten. Denn zuletzt konnten die Berliner diese Club-WM zweimal in Folge jeweils überraschend gewinnen. Nicolas Sowa

Trotzdem sehen sich die Füchse auch in diesem Jahr nicht als Titelfavorit. "Das wäre vermessen. Wir wissen die Erfolge einzuordnen", sagt Manager Bob Hanning. Der Manager will bewusst keinen Druck aufbauen. Besonders mit Champions-League-Sieger Vardar Skopje und dem FC Barcelona wartet harte Konkurrenz. Weitere Starter sind Al-Sadd (Katar), Esperance Tunis (Tunesien), Esporte Clube Pinheiros (Brasilien), Naft O Gas Gachsaran (Iran) und Sydney University (Australien).

Die Füchse starten am Freitag (16 Uhr) gegen Esporte Clube Pinheiros. "Die Brasilianer haben gezeigt, dass sie in den letzten Jahren aufgeholt haben", warnt der Sportliche Leiter Volker Zerbe. Er erwartet ein temporeiches Spiel mit einem sehr physisch spielenden Gegner. Einen Tag später ginge es in einem möglichen Halbfinale gegen den Sieger aus der Partie Al-Sadd gegen Sydney.

Aber zwei Spiele in zwei Tagen bereiten den Füchse-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. "Für uns ist das bei dieser Personaldecke ein Problem", sagte der Sportliche Leiter. Denn mit Nationalspieler Paul Drux (Knieprobleme) und Linksaußen Bjarki Elisson (Muskelbündelriss) sind zwei Profis komplett daheim geblieben. Zudem waren zuletzt Spielmacher Petar Nenadic, Steffen Fäth und Fabian Wiede angeschlagen. Der Langzeitverletzte Drago Vukovic (Schulter) fährt zwar mit nach Katar, ein Einsatz ist aber noch offen. "Wir werden vor Ort entscheiden", ob er spielen kann", kündigt Zerbe an.

Am letzten Wochenende schwächelten die Füchse im Pokal gegen Zweitligist Nordhorn (34:31 nach Verlängerung). "Wenn wir nicht 100 Prozent geben, bekommen wir eben auch gegen einen Zweitligisten Probleme", glaubt Zerbe. Beim Super Globe werden sich die Berliner deshalb erheblich steigern müssen, wenn man das Titel-Triple perfekt machen will.

Volker Zerbe warnt vor der Belastung.
Volker Zerbe warnt vor der Belastung. FOTO: img1