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Bereit zur Landung: "Rockstar" im Anflug

Den Blick auf den Lausitzring in Klettwitz kennt der deutsche Weltmeister Matthias Dolderer noch aus dem vorigen Jahr. Vor 50 000 Zuschauern wurde er damals Zweiter.
Den Blick auf den Lausitzring in Klettwitz kennt der deutsche Weltmeister Matthias Dolderer noch aus dem vorigen Jahr. Vor 50 000 Zuschauern wurde er damals Zweiter. FOTO: Red Bull
Klettwitz. Das Red Bull Air Race kommt an den Lausitzring – natürlich auf dem Luftweg. Am Donnerstag wird Weltmeister Dolderer erwartet. Jan Lehmann

Die Wetteraussichten sind ziemlich trübe: 13 Grad Celsius, Nieselregen, windig - für Donnerstag um die Mittagszeit sind zumindest meteorologisch im Luftraum über dem Lausitzring in Klettwitz keine Farbtupfer zu erwarten. Doch dafür sollen ja auch der deutsche Flugweltmeister Matthias Dolderer und seine Kollegen vom Red Bull Air Race sorgen. Für 12 Uhr ist am Donnerstag das so genannte "Fly in" angesetzt, also der Einflug der Piloten der Flugweltmeisterschaft.

Ein ganz besonderer Augenmerk gilt dabei einem Flieger-Quartett: Die Piloten Martin Sonka (Tschechien), Pete McLeod (Kanada), Kirby Chambliss (USA) und Yoshihide Muroya (Japan) liefern sich in diesem Jahr ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gesamtsieg. Am vorletzten Rennwochenende der Weltmeisterschaft könnte am Lausitzring zumindest schon eine Vorentscheidung in Sachen Titel fallen.

Für die deutschen Fans ist derweil sicherlich Matthias Dolderer der Fixpunkt am Himmel über Klettwitz. Der 46-Jährige kommt mit großen Emotionen zurück an den Lausitzring. "Ich freue mich schon das ganze Jahr darauf, für mich gibt es nichts Vergleichbares", so Dolderer. "Dass wir unsere Hangars so dicht an den großen Tribünen haben, macht es zu etwas ganz Besonderem. Jedes Mal, wenn ich da hinausgehe, sind die Fans direkt da. Ihre Anfeuerungsrufe bedeuten unserem Team sehr viel."

Dolderer fühlt sich auf dem Ring nach eigener Aussage "wie ein Rockstar" - und dem Lausitzring steht tatsächlich ein spekakuläres Wochenende mit buntem Rahmenprogramm bevor. Im vergangenen Jahr waren ingesamt 50 000 Zuschauer an die Strecke gekommen, um dabei zuzusehen, wie die Piloten in waghalsigen Manövern über die Rennstrecke jagen. In den einmotorigen Rennmaschinen müssen sie mit bis zu 370 Stundenkilometern durch die Rennstrecke aus luftgefüllten, 25 Meter hohen Pylonen navigieren, dabei geht es um Zehntelsekunden.

Und was die trüben Wetteraussichten angeht: Dolderer hat zuletzt schon seine Regenfestigkeit unter Beweis gestellt. Beim zurückliegenden DTM-Wochenende auf dem Nürburgring fuhr der 46-Jährige als Gaststarter beim Audi Sport TT Cup mit. Er berichtet: "Es hat eine Menge Spaß gemacht, war aber auch herausfordernd, besonders aufgrund der nassen und ständig wechselnden Bedingungen am Samstag. Es war mein erstes Rennen in einem Audi auf einer Rennstrecke, auf nassen Reifen und einer nassen Strecke."

Fürs Rennwochenende am Lausitzring sind nun indes aber eine Wetterbesserung und sogar etwas Sonnenschein angekündigt. Falls das nicht stimmt: Der Veranstalter betont, dass auch bei Regen geflogen werden könne.

Zum Thema:
Die Lausitzer RUNDSCHAU verlost für das Red Bull Air Race auf dem Lausitzring in Klettwitz dreimal je zwei Wochenendtickets für die Haupttribüne. Erleben Sie an beiden Tagen ein spannendes Luftspektakel! Rufen Sie uns bitte an diesem Donnerstag bis 14Uhr an unter 01379/887210 (legion/50 Cent/Anruf, Festnetz der DTAG, ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetz). Die Gewinner werden ausgelost, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.