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BDR verlässt sich auch im Umfeld auf Know-how aus Cottbus

Pruszkow. Rund ein Viertel der Sportler im WM-Kader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) kommt aus der Lausitz. Auch im Umfeld verlässt sich der Verband aufs Know-how aus Cottbus:Udo Knepper: Der 48-jährige Cottbuser (Fotos: Juschus) ist für die Räder der Sprinterfraktion um Maximilian Levy zuständig. Thomas Juschus

Knepper wechselt als Mechaniker Übersetzungen oder Laufräder und ist für den einwandfreien technischen Zustand der Sportgeräte zuständig. Seit Mitte der neunziger Jahre ist der ehemalige Sportschüler immer wieder für Bundestrainer Detlef Uibel (Illmersdorf) im Einsatz. "Es ist Hobby, ich habe Urlaub genommen", sagt Klepper, der hauptberuflich als Außendienst- und Kundendienstmitarbeiter für den Cottbuser Werkstattausrüster Michling arbeitet.Axel Vangermain: Hauptberuflich arbeitet der 58-Jährige am Olympiastützpunkt (OSP) Brandenburg am Standort Cottbus, ist dort im trainingswissenschaftlichen Bereich tätig. Seit der WM 2006 unterstützt der gebürtige Rostocker, der seit 1972 in Cottbus lebt, den BDR bei Weltmeisterschaften. In Pruszkow betreut er eine Videoaufzeichnungsanlage. "Damit können wir unmittelbar nach den Läufen die Rennen analysieren", so Vangermain. Bundestrainer Uibel lobt die Unterstützung: "Seine Arbeit hilft uns sehr."Ronny Hartnick: Der Cottbuser - nicht verwandt oder verschwägert mit dem Ex-Rad-Weltmeister Hans-Joachim Hartnick - arbeitet als Entwicklungsingenieur am Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin und ist dort Projektleiter Radsport. "Es geht darum, bei der WM die Konkurrenz zu beobachten. Welche Sportler sind mit welchem Material und in welchen Positionen am Start", so Hartnick. In einem nacholympischen Jahr tue sich aber gewöhnlich eher wenig. Auch die Arbeit beim FES ist schon auf die Olympischen Spiele 2012 in London ausgerichtet. "Wir arbeiten verstärkt an neuen Fertigungstechniken für die Rahmen", so der 30-Jährige.Thomas Will: Der 42-Jährige kümmert sich bei der WM als Physiotherapeut um die angespannten Muskeln der Radsportler. Der Cottbuser, selbst ehemaliger Radsportler, ist aber auch manchmal Koch oder sogar "Seelenklempner" für die Athleten. "Auf der Massageliege erfährt man manchmal recht viel", so Will, der ab 1. April hauptamtlich an den Standort Cottbus des OSP Brandenburg wechseln wird. Bereits von 1997 bis 2002 arbeitete Will für den BDR, fand im letzten Jahr im Rahmen der Olympiavorbereitung wieder Anschluss. Und kann sich immer auf Ehefrau Annett verlassen, die ihm den Rücken freihält. Thomas Juschus