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Bayern-Pleite: Rasantes 3:0 für Neymar-Express

Paris obenauf: Adrien Rabiot setzt sich gegen Thiago (u.) durch.
Paris obenauf: Adrien Rabiot setzt sich gegen Thiago (u.) durch. FOTO: dpa
Paris. Ein völlig überforderter FC Bayern hat mit einer schweren Niederlage gegen den von Topstar Neymar angeführten Titelanwärter Paris Saint-Germain das Debakel der Bundesligaclubs in der Champions League komplettiert. Der deutsche Fußball-Meister ging am Mittwoch im Pariser Prinzenpark-Stadion mit 0:3 (0:2) unter. Klaus Bergmann

Dani Alves (2. Minute), Edinson Cavani (31.) und Neymar (63.) erzielten die Tore für die Hochgeschwindigkeitsfußballer von PSG, die von der brüchigen Münchner Defensive nicht aufzuhalten waren.

Die höchste Niederlage in einem Vorrundenspiel der Königsklasse war eine Demütigung für die Münchner - und besonders auch für Carlo Ancelotti. Der Trainer hatte eine verblüffende Aufstellung gewählt, die floppte. Besonders der Verzicht auf das Weltmeister-Duo Mats Hummels und Jérôme Boateng im Abwehrzentrum verwunderte. Dafür agierte neben Javi Martinez der unerfahrene Niklas Süle. Und vorne spielten anstatt Arjen Robben und Franck Ribéry Thomas Müller und James Rodriguez. Dagegen stand die PSG-Bestformation mit dem Traumtrio Neymar, Edinson Cavani und Kylian Mbappé. Für Julian Draxler blieb da natürlich nur die Bank.

Und 222-Millionen-Mann Neymar sorgte gleich für einen Paukenschlag, zog an Thiago vorbei in den Strafraum und spielte quer auf den völlig freistehenden Alves. Der vollendete nach rund 90 Sekunden gegen Bayern-Keeper Sven Ulreich. Aber die Bayern erholten sich schnell von diesem Schock, nahmen das Spiel in die Hand und erarbeiteten sich optisch ein Übergewicht. Viele Eckbälle und Halbchancen von Müller (12. Minute) und Martinez (19.) sprangen dabei heraus. Der Eindruck verflüchtigte sich aber schnell, weil PSG gnadenlos die fehlende Kompaktheit der Bayern in der Rückwärtsbewegung ausnutzte.

Mit schnellen Pässen und Läufen spielten sich die Gastgeber große Chancen heraus. Neymar verstolperte nach einem Konter das mögliche 2:0 (22.), Cavani verzog wenig später (27.). Dann aber zeigte der Uruguayer seine Weltklasse, als er nach Ablage von Mbappé mit einem Schuss aus 16 Metern das 2:0 erzielte. In der Folge zeigten sich in der Defensive des deutschen Meisters fast Auflösungserscheinungen. Ulreich verhinderte gegen Cavani das mögliche 0:3 (37.). Und Neymar kam einen Schritt zu spät (38.). Die Bayern waren mit dem Rückstand zur Pause bestens bedient.

Zur zweiten Halbzeit brachte Ancelotti Sebastian Rudy und Kingsley Coman für die wirkungslosen James und Corentin Tolisso. Damit wechselte er die vermeintlichen Topzugänge aus. Bei den Bayern ragte nur Martinez heraus, der vorne Chancen hatte und hinten ausbügelte, was er konnte. Ausfälle waren hingegen Thiago und Arturo Vidal. Die Demütigung war das 0:3, als Mbappé sich durch die Bayern-Abwehr spielte und Neymar zum Endstand abstaubte.