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| 01:30 Uhr

Bayern München „müllert“ sich (fast) zum Meistertitel

Düsseldorf. Jubel, Trubel, Heiterkeit an der Isar – Enttäuschung, aber auch eine gewisse Portion Stolz bei Schalke 04: Während Bayern München die 22. deutsche Meisterschaft nach dem 3:1 gegen den VfL Bochum nicht mehr zu nehmen ist, bleibt Trainer Felix Magath nach dem 0:2 von Schalke 04 gegen Werder Bremen und dem verlorenen Fernduell nur der Titel „Vize-Meister der Herzen“. dpa/noc

Vier Entscheidungen sind jetzt am letzten Spieltag noch offen: Die Duelle um den dritten Champions League-Platz zwischen Bremen und Leverkusen sowie zwischen Stuttgart und Hamburg um die Teilnahme an der Europa League. Spannung verspricht auch der Dreikampf um Abstieg und Relegationsrang zwischen Hannover, Nürnberg und Bochum.

,,Da brennt nichts mehr an", jubelte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge angesichts von drei Punkten und 17 Toren Vorsprung vor dem finalen Gastspiel bei Hertha BSC. Nun will München das Triple mit Pokal- und Champions-League-Sieg perfekt machen. ,,Wir können noch mehr gewinnen", betonte Trainer Louis van Gaal. Im 50. Pflichtspiel unter van Gaal ,,müllerten" sich die Bayern zu Titel Nummer 1. Denn mit seinen Saisontreffern elf bis 13, seinem ersten Bundesliga-Dreierpack, war Jung-Nationalspieler Thomas Müller der Mann des Tages. Mit Brust (18. Minute), Kopf (20.) und Fuß (69.) traf die wohl größte Entdeckung dieser Saison. ,,Viele Fußballer arbeiten jahrelang daraufhin, einmal Meister zu werden. Mich hat es gleich im ersten Jahr erwischt - überragend", jubelte Müller.

Auch wenn das Tüpfelchen auf dem i mit dem ersehnten ersten Titel nach 52 Jahren nicht gelang, überwiegt auf Schalke der Stolz. ,,Wir können mit dem zweiten Platz sehr gut leben. Wer hätte vorher gedacht, dass wir die Champions League erreichen", resümierte Magath, der Schalke trotz Finanznot und Turbulenzen in Schuss brachte.