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| 02:41 Uhr

Bayern locker ins Viertelfinale

Ohne Durchschlagskraft: Der Wolfsburger Mario Gomez kann sich nicht gegen den Bayern Joshua Kimmich (l.) durchsetzen.
Ohne Durchschlagskraft: Der Wolfsburger Mario Gomez kann sich nicht gegen den Bayern Joshua Kimmich (l.) durchsetzen. FOTO: dpa
München. Der FC Bayern München ist auch ohne einen großen Auftritt völlig ungefährdet in das Viertelfinale des DFB-Pokals spaziert. Douglas Costa (18. dpa/roe

Minute) entschied beim 1:0 (1:0) gegen einen spät aufgewachten VfL Wolfsburg das erste Münchner K.o.-Spiel des Jahres. Auf dem Weg Richtung 22. Endspiel im Cup-Wettbewerb wurden die Bayern um Rückkehrer Thiago am Dienstagabend vor 73 500 Zuschauern erst in der Schlussphase gefordert.

Am Tag nach der Rückkehr von Präsident Uli Hoeneß an die Spitze des Aufsichtsrates behielten die Münchner auch im sechsten Pokal-Aufeinandertreffen mit Wolfsburg seit 1997 die Oberhand gegen die Niedersachsen. Entspannt kann Trainer Carlo Ancelotti nun auf die Auslosung am Mittwoch blicken.

Die Rückkehr des anstatt Thomas Müller eingesetzten Thiago verhalf dem Münchner Spiel zu mehr Struktur im Mittelfeld. Mit dem Einsatz des Spaniers, dem nach seiner Oberschenkelverletzung beim ersten Auftritt des Jahres natürlich die fehlende Spielpraxis anzumerken war, komplettierte Ancelotti auch die Aufstellung vom 3:0 im Dezember gegen Leipzig. Von dem starken Auftritt aus dem Bundesliga-Spitzenspiel vor sieben Wochen sind die Bayern jedoch weiter deutlich entfernt.

Borussia Mönchengladbach hat seinen bemerkenswerten Aufschwung unter dem neuen Trainer Dieter Hecking auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Der Fußball-Bundesligist löste seine Achtelfinal-Aufgabe beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit einem souverän herausgespielten 2:0 (2:0). Nach dem frühen Führungstor von Oscar Wendt (12. Minute) profitierten die überlegenen Gäste vor 12 336 Zuschauern noch von einem Platzverweis für den Fürther Adam Pinter (18.). In Überzahl machte der starke Thorgan Hazard per Foulelfmeter (36.) noch vor der Pause den Gladbacher Viertelfinaleinzug praktisch klar. Die Hecking-Elf agierte in der Fürther Stadion-Baustelle von Beginn an konzentriert und zielstrebig. Der Zweitligist hatte dem kaum etwas entgegen zu setzen.

Der Hamburger SV darf allmählich vom ersten Finale nach 30 Jahren träumen und hat sich weiteres Selbstbewusstsein für den Abstiegskampf geholt. Trotz einiger Ausfälle setzte sich die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol verdient mit 2:0 (1:0) gegen den Bundesliga-Rivalen 1. FC Köln durch und zog nach einer unterhaltsamen Partie erstmals seit 2014 in das Viertelfinale ein. Vor 45 143 Zuschauern im eiskalten Volksparkstadion erzielten Gideon Jung (5. Minute) und Bobby Wood (76.) die Tore für den HSV.

Kölns Sportdirektor Jörg Schmadtke erkannte die Niederlage fair an: "Der HSV war die deutlich bessere Mannschaft. Ich kann es nicht erklären, warum wir unsere zuletzt guten Leistungen nicht abrufen konnten."

Indes hat Arminia Bielefeld den Siegeszug der Feierabend-Fußballer des FC-Astoria Walldorf mit viel Glück gestoppt und steht nach zwei Jahren wieder im Viertelfinale. Die Zweitliga-Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny kam aber erst mit einem hart erkämpften 5:4 im Elfmeterkrimi weiter. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1,0:0) gestanden. Erst in der 53. Minute ging der Favorit durch Tom Schütz in Führung, Marcel Carl glich vor rund 4000 Zuschauern im ausverkauften Dietmar-Hopp-Sportpark für die Amateure aus der Regionalliga Südwest mit einem kuriosen Kopfballtreffer aus (78.). Stephan Salger verhinderte mit dem entscheidenden Treffer vom Punkt eine Blamage der Ostwestfalen.

Historisch war der Wechsel bei Walldorf von Benjamin Hofmann für Marcus Meyer in der 117. Minute - einen vierten Spielertausch in der Verlängerung gab es im deutschen Fußball noch nie.