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Bayern bleiben auf Triple-Kurs

Bayer und Bayern schenkten sich nichts – hier Leverkusens Karim Bellarabi (l.) und Münchens Xabi Alonso im Zweikampf.
Bayer und Bayern schenkten sich nichts – hier Leverkusens Karim Bellarabi (l.) und Münchens Xabi Alonso im Zweikampf. FOTO: dpa
Leverkusen. Die Bayern sind auch im Pokal weiter auf Finalkurs. In Leverkusen aber mussten die Münchner bis ins Elfmeterschießen zittern. Bei Bayer 04 versagen erneut im Elfmeterkrimi die Nerven. Andreas Schirmer und Kaspar Kamp / dpa/bl

Mit Elfmeter-Glück hat Rekord-Pokalsieger FC Bayern München seine Chancen auf das Titel-Triple gewahrt. Der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga gewann am gestrigen Mittwochabend das Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen mit 5:3 im Elfmeterschießen, nachdem packende 120 Minuten zuvor torlos geblieben waren. Damit haben die Münchner, die auch noch im Champions-League-Viertelfinale stehen, weiter den 18. Cup-Triumph im Visier. Zudem könnten die Bayern als erster Verein dreimal in Serie den Pokal gewinnen.

Die Leverkusener verpassten hingegen den ersten Halbfinal-Einzug seit sechs Jahren. Zudem erlebte das Team von Trainer Roger Schmidt nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League bei Atletico Madrid das nächste Elfmeter-Drama, weil Josip Drmic bei seinem Versuch an Manuel Neuer scheiterte.

"Das ist bitter, brutal", klagte Bayer-Schlussmann Bernd Leno. "Sie waren einen Elfmeter besser. Unsere Mannschaft hat noch Luft nach oben, irgendwann gewinnen wir auch ein Elfmeterschießen", sagte Sportdirektor Rudi Völler. "Elfmeterschießen ist immer vor allem Glück. Es war ein nervenaufreibendes Spiel", urteilte Weltmeister Thomas Müller. "Das Spiel hat keinen Verlierer verdient gehabt", sagte Bayern-Held Neuer.

Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte seiner Mannschaft diesmal nicht die Defensivtaktik verordnet, mit der er als Reaktion auf den Ausfall des Topduos Arjen Robben und Franck Ribéry zuletzt in Dortmund ein glanzloses 1:0 erreicht hatte. Stattdessen kehrten die Münchner zum gewohnten Spiel mit hohem Ballbesitz zurück. Allein in der ersten Halbzeit lief die Kugel zu 73 Prozent in den Reihen der Gäste, die zudem dreimal soviele Pässe spielten. Wirklich drangvoll und zielführend allerdings wirkte die Offensive der Bayern nicht.

Die Leverkusener setzten sich von Beginn an clever und zum Teil sehr sehenswert zur Wehr. Bei den Bayern fehlte die Kreativität, zumal auch Bastian Schweinsteiger verletzt passen musste. Nur einmal wurde es vor den Bayer-Tor richtig gefährlich: Bei einer präzisen Hereingabe von Juan Bernat fiel der Ball dem völlig allein stehenden Thomas Müller (40.) direkt vor die Füße, doch 04-Keeper Leno warf sich in die Schussbahn und wehrte ab.

Die Hausherren, die vor sechs Jahren den FC Bayern im zuvor letzten Pokalduell der beiden Clubs aus dem Wettbewerb geworfen hatten, ließen ansonsten nicht viel zu und setzten selbst einige Nadelstiche. Nationalspieler Karim Bellarabi vergab eine Reihe guter Möglichkeiten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Münchner, die zuvor in 15 Pokal-Partien in Serie siegreich waren, den Druck. Nach einer Stunde lag der Ball dann nach einem Kopfball von Robert Lewandowski im Bayer-Netz, doch Schiedsrichter Felix Zwayer gab den Treffer wegen eines angeblichen Stürmerfouls gegen Ömer Toprak nicht - eine Fehlentscheidung.

Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit verpasste Julian Brandt nach Bellarabis Flanke den möglichen Siegtreffer aus kurzer Distanz, weil Rafinha gerade noch die Fußspitze an den Ball bekam.

In der Verlängerung bestimmten die Bayern das Geschehen. Götze schob den Ball nach Rafinhas Zuspiel aus drei Metern am Pfosten vorbei (98.), Bernat scheiterte an Leno (114.). So musste das Elfmeterschießen entscheiden.

Nach dem Spiel wurden

die Halbfinals ausgelost:

Bielefeld - Wolfsburg München - Dortmund

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Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld hat für eine weitere Überraschung im DFB-Pokal gesorgt. Die Ostwestfalen setzten sich am gestrigen Mittwochabend gegen den Bundesliga-Dritten Borussia Mönchengladbach mit 5:4 im Elfmeterschießen durch und zogen zum dritten Mal nach 2005 und 2006 in das Halbfinale ein. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 (1:1) gestanden. Manuel Junglas (26. Minute) und Max Kruse (32./Handelfmeter) sorgten mit ihren Treffern vor 26 137 Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena für das 1:1, das bis zum Ende der Verlängerung hielt. Dann wurde Bielefelds Keeper Alexander Schwolow zum Helden, als er den letzten Elfmeter von Ibrahima Traoré parierte. dpa/bl