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Bayer holt Schwung für Atlético

Leverkusen. Zwei Siege, ein historisches Tor und die Gala eines Abiturienten haben innerhalb von nur sieben Tagen die Negativstimmung bei Bayer Leverkusen vertrieben. Rechtzeitig für das Wiedersehen mit Atlético Madrid im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League an diesem Dienstag (20. dpa/noc

45 Uhr/Sky) holte sich der Werksclub nach den öffentlichen Diskussionen und falschen Informationen zu Trainer Roger Schmidt durch die Erfolgserlebnisse viel Selbstvertrauen zurück. "Natürlich ist Atlético gegen uns leichter Favorit. Wenn wir aber die Formkurve der vergangenen zwei Wochen stabilisieren und die Leistung weiter entwickeln, glaube ich, dass es zwei Spiele auf Augenhöhe werden könnten", sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade.

Gegen Eintracht Frankfurt (3:0) und beim FC Augsburg (3:1) genügte das Team wieder den Eigenansprüchen einer Spitzenmannschaft, die in der Bundesliga um die internationalen Plätze mitspielt. Hoffnung für das erneute Aufeinandertreffen mit dem Vorjahresfinalisten machen die personellen Möglichkeiten. Nationalstürmer Karim Bellarabi zeigte mit seinem Treffer in Augsburg, dem 50 000. Tor in der Bundesliga-Historie, dass er auf dem Weg zu alter Stärke ist. Kapitän Lars Bender war wieder ein wichtiger Stabilisator. Und der 17 Jahre alte Abiturient Kai Havertz lieferte eine Gala ab, die Sportdirektor Rudi Völler zu einem Vergleich mit Mesut Özil verleitete. Bellarabi und vor allem Bender standen Schmidt über weite Strecken der Saison nicht zur Verfügung.