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Banusch, Worrack und Martin holen Zeitfahrmeistertitel (mit Video)

Trixi Worrack verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr.
Trixi Worrack verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr. FOTO: Roth
Chemnitz. Die Lausitz räumte am Freitag bei den nationalen Meisterschaften in Chemnitz alle drei Goldmedaillen richtig ab. Richard Banusch, Trixi Worrack und Tony Martin holen Gold. Frank Noack

Die Fahrer vom LKT-Team Brandenburg feierten ihren Überraschungssieger Richard Banusch mit einem Megafon am Mannschaftsbus, Trixi Worrack aus Dissen strahlte nach ihrer Titelverteidigung über das ganze Gesicht und der Ex-Cottbuser Tony Martin kennt sich mit dem Gewinn des deutschen Zeitfahrmeistertitels ja ohnehin aus: Die Lausitz räumte am Freitag bei den nationalen Meisterschaften in Chemnitz alle drei Goldmedaillen richtig ab. Stephanie Pohl (Cottbus/ Cervelo Bigla) holte zudem Bronze.

Im Zielbereich direkt vor der Polizeiwache der sächsischen Me tropole stibitzte der erst 18-jährige Richard Banusch mit einem Parforceritt auf dem zweiten Teil der 31,2 Kilometer langen Zeitfahrstrecke doch noch die Goldmedaille von seinen zumeist älteren Kontrahenten. Dabei hatte der Vetschauer bei der Wende noch auf Rang sieben gelegen. "Der Titel kommt für mich selbst überraschend, denn ich komme gerade erst von der Bahn und konnte nur ein kleines Vorbereitungsprogramm absolvieren", staunte Banusch über den Gewinn der Goldmedaille gleich in seinem ersten U23-Jahr.

Trixi Worrack vom Team Canyon SRAM fuhr nach der viertbesten Zwischenzeit ebenfalls noch ganz nach vorn und verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr. "Ich habe mir noch einige Kräfte aufgespart und dann auf dem Rückweg alles rausgehauen", freute sich Worrack. Als Belohnung gab es ein Abendessen mit ihren Eltern, die aus Cottbus angereist waren.

Der vierfache Weltmeister Tony Martin (Katusha-Alpecin) zeigte sich mit seinem sechsten Titel in Serie gerüstet für den Start der Tour de France am 1. Juli in Düsseldorf. Ganz zufrieden war der Favorit aber nicht: "Bis zur Hälfte war es ganz ok, aber danach war ich mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt reichen würde. Bei 48 Kilometer bewegst du dich im Niemandsland. Es fiel mir mental schwer, mich auf dieses Rennen zu konzentrieren, weil mein Fokus schon voll auf die Tour gerichtet ist. Ohne überheblich sein zu wollen: Die DM ist Pflichtprogramm. Alles andere als ein Sieg wäre für mich inakzeptabel."