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Aufstiegs-Kandidaten unter sich

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Bochum. Volles Haus, Spannung pur, und endlich wieder Fußball: Nach gut zweimonatiger Sommerpause eröffnen der selbst ernannte Aufstiegskandidat VfL Bochum und der als Geheim favorit gehandelte FC St. Pauli an diesem Freitag (20.30 Uhr) den Spielbetrieb in der 2. Liga. dpa/noc

"Deutschlandweit sind die Fans froh, dass es wieder losgeht", sagte St. Pauli-Coach Olaf Janßen vor dem Auftakt im Ruhrstadion.

Nur wenige der 27 600 Tickets sind noch zu haben, zumal die Erwartungen auch in Bochum nach acht Jahren Zweitklassigkeit deutlich gestiegen sind. "Man spürt, wie diese Stadt danach lechzt, Erstligafußball zu sehen. Ich bin überzeugt, dass unsere Mannschaft dieses Jahr oben mitspielen kann", betonte VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter.

Bei den Hanseaten ist die Vorfreude ebenfalls groß. "Dass wir das Auftaktspiel spielen dürfen, ist eine Ehre und das Sahnehäubchen. Es wird aber ein extrem emotionales Spiel, das uns körperlich und mental fordern wird", warnte Lienen-Nachfolger Janßen. Der 50 Jahre alte Ex-Profi erwartet, dass die Bochumer nach dem Trainerwechsel von Gertjan Verbeek zu Ismail Atalan zeigen wollen, "dass sie in dieser Saison eine wichtige Rolle spielen können."

Atalans Wertschätzung für den Gegner ist noch höher: "Absteiger Ingolstadt und St. Pauli steigen direkt auf", glaubt der VfL-Coach. In der Tat werden die Rekordler vom Kiez einem allmählich unheimlich. Im Winter waren sie noch Abstiegskandidat Nummer eins, dann folgte die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte, die die Hanseaten dank stolzer 34 Punkte von Rang 18 auf sieben katapultierte. Nun hat das Team an die Erfolge angeknüpft und alle Vorbereitungsspiele gewonnen, zuletzt gegen Werder Bremen. Janßen hat deshalb alle Mühe, die Erwartungen zu dämpfen: "Jeder weiß, wo wir herkommen. Wir haben in den letzten drei Jahren zweimal mit einem Bein in der 3. Liga gestanden. Da ist Demut geboten."