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Aufstehen, weitermachen!

Patrik Parkkonen und die Füchse strauchelten am Sonntag bei der 2:5-Derby-Niederlage gegen die Eislöwen Dresden.
Patrik Parkkonen und die Füchse strauchelten am Sonntag bei der 2:5-Derby-Niederlage gegen die Eislöwen Dresden. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Als alle ihre Fäuste wieder eingepackt und sich die Gemüter nach dem emotionalen Derby zwischen den Eislöwen Dresden und den Lausitzer Füchsen etwas beruhigt hatten, richtete der Weißwasseraner Coach Hannu Järvenpää bereits den Blick voraus auf die nächste Aufgabe. "Klar, diese Niederlage fühlt sich nicht gut an. Frank Noack

Aber was sollen wir machen", fragte der Finne bei der Pressekonferenz rhetorisch in die Runde, um die Antwort gleich selbst zu liefern: "Morgen ist ein neuer Tag! Und am Dienstag spielen wir schon wieder. Ich sehe es positiv: Wir haben jetzt gegen Kassel die Chance, uns zurückzumelden und Punkte zu holen."

Oder anders ausgedrückt - Mund abputzen, aufstehen und weitermachen, lautet die Devise nach der bitteren 2:5-Niederlage gegen den Erzrivalen. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ohnehin nicht. Denn nach dem Duell gegen den Tabellenvierten wartet an diesem Dienstag mit den Kassel Huskies bereits der nächste schwere Brocken auf Järvenpää und seine Mannschaft. Die Heimpartie gegen den Dritten Kassel beginnt um 19.30 Uhr.

Der Ärger über die Derby-Pleite trotz einer Zwei-Tore-Führung relativiert sich jedoch beim Blick auf die Tabelle. Denn Weißwasser ist als Fünfter weiter auf Playoff-Kurs. Auf seiner Internetseite hat der Zweitligist am Montag mit Blick auf die Tabelle eine bemerkenswerte Rechnung präsentiert. Demnach können die Füchse bereits an diesem Wochenende den Klassenerhalt in der DEL2 endgültig perfekt machen. Auf dem ersten Playdown-Platz liegt derzeit der EC Bad Nauheim mit 59 Punkten. Die Kurstädter haben schon ein Spiel mehr absolviert als die Füchse. Bad Nauheim kann in den verbleibenden sieben Partien im besten Fall auf 80 Punkten kommen. Weißwasser hat 74, benötigt also noch sieben Zähler.

Dass dieser vorzeitigen Klassenerhalt anders als in den Vorjahren diesmal kein großes Thema in der öffentlichen Wahrnehmung ist, zeigt noch einmal exemplarisch, wie stark Järvenpää und seine Mannschaft in dieser Saison unterwegs sind. Auch am Sonntag in Dresden bekamen die Füchse viel Lob für ihre offensive und temporeiche Spielweise.

Und dennoch mahnt der Coach nach dem Derby an, nicht locker zu lassen. Nach einer furiosen Startphase ging die Konzentration verloren, sodass Dresden die Partie drehen konnte. "Wir hatten in dieser Saison schon öfter Pro bleme im zweiten Drittel. Wir müssen aus den Fehlern lernen, die wir auch gegen Dresden gemacht haben", fordert Järvenpää.