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Aue sorgt für erholsamen Schlaf

Hannes Drews lobt sein Team: "Super."
Hannes Drews lobt sein Team: "Super." FOTO: dpa
Aue. Hannes Drews konnte erstmal durchatmen. "Nach der schnellen Ankunft hier in Aue war es die erste Nacht, wo ich richtig gut und beruhigt geschlafen habe", erzählt der Fußballlehrer nach einer aufregenden Woche. dpa/noc

Der Wechsel von der U19 von Holstein Kiel musste organisiert, die Heimat beim Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue kennengelernt werden. Und dann war da ja noch das erste Spiel in der 2. Bundesliga für den jungen Drews. Das 2:1 beim FC Ingolstadt sorgte am Ende für den guten Schlaf. "Wir haben uns als Mannschaft super präsentiert", sagte Drews einen Tag später.

Er lobte vor allem "die Einstellung, die Zweikampfpräsens und die unglaubliche Mentalität". Denn die Ingolstädter waren in vielen Statistiken besser. So hatte der Bundesliga-Absteiger 15 Eckbälle, Aue zwei. Doch die Sachsen warfen sich am Ende in jeden Ball, verteidigten so eine 2:0-Führung, an der ein bärenstarker Pascal Köpke große Anteile hatte. Weil er sich in den entscheidenden Momenten durchsetzen konnte, das erste Tor selbst schoss und das zweite vorbereitete.

Für Drews wurde der Samstagmittag zum perfekten Einstand. Doch die eigentliche Arbeit geht jetzt erst los. Drews konnte in der einzigen Trainingseinheit vor dem Spiel nur wenig Einfluss nehmen: "Die Inputs waren nicht so groß." Daher ist der Sieg noch dem erfolgreichen Interimstrainer Robin Lenk zuzurechnen. "Jetzt lernen wir den Trainer richtig kennen und freuen uns drauf", meinte Torjäger Dimitrij Nazarov.

Bereits am Freitag geht es für die Auer weiter, dann reist ausgerechnet Kiel ins Erzgebirge. Ein besonderes Spiel für den Trainer und für Aue die Chance, die Siegesserie auszubauen. Für die Zukunft wird wichtig sein, wie das Trainerteam untereinander harmoniert, nachdem es mit Vorgänger Thomas Letsch Unstimmigkeiten gegeben haben soll. Drews gibt sich dagegen deutlich kommunikativer: "Das Trainerteam ist ein ganz wichtiger Ansprechpartner. Es ist wichtig, dass wir alles im Team gemeinsam entscheiden werden."

Zu aller Freude über das gelungene Trainerdebüt mischte sich auch der Jubel um Sören Betram. Nach überstandenem Kreuzbandriss gelang ihm der erste Treffer im lila-weißen Trikot.