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Aubameyangs wichtigstes Turnier

Pierre-Emerick Aubameyang könnte Dortmund vier Spiele lang fehlen.
Pierre-Emerick Aubameyang könnte Dortmund vier Spiele lang fehlen. FOTO: dpa
Düsseldorf. Für extravagante Outfits ist Pierre-Emerick Aubameyang bekannt. Im roten Shirt mit glitzerndem Ferrari-Pferd nahm der Dortmunder Torjäger an der Ehrung zu Afrikas "Fußballer des Jahres" teil. dpa/jal

An der Seite des Siegers Riyad Mahrez vom englischen Meister Leicester, der die Trophäe im schwarzen Anzug entgegennahm, wirkte der Zweitplatzierte wie ein Tourist.

Geplant hatte Aubameyang diesen Auftritt bei der Zeremonie vor einer Woche im nigerianischen Abuja jedoch nicht. Bei der Anreise war das Gepäck mit feinem Zwirn verloren gegangen. Diese kleine Panne beim Countdown für den Afrika-Cup konnte die Vorfreude von Aubameyang nicht trüben. Als Kapitän führt er das Team aus Gabun von diesem Samstag an in sein bisher wichtigstes Turnier.

Der Gastgeber gilt nicht zuletzt aufgrund der Qualitäten des derzeit mit 16 Toren besten Bundesliga-Torschützen als Titelaspirant. Schafft Gabun den Sprung in das Finale am 5. Februar in Libreville, fehlt Aubameyang der Borussia in drei Punktspielen und möglicherweise auch noch im Pokal-Achtelfinale am 8. Februar gegen Hertha BSC.

So lange würde Thomas Tuchel ungern auf seinen effektivsten Angreifer verzichten. Dennoch wünscht der BVB-Coach seinem Schützling ein erfolgreiches Turnier: "Nichts hilft seinem Selbstvertrauen mehr, als wenn er dort erfolgreich ist." Wirklich sorgenfrei ist der Fußball-Lehrer dabei jedoch nicht: "Ich begleite das mit Zittern und Daumendrücken. Vor allen Dingen wünsche ich mir, dass er gesund zurückkehrt."

Mit ähnlichen Wünschen verabschiedeten auch andere Bundesligatrainer Spieler Richtung Afrika. Insgesamt elf Profis aus der 1. und 2. Bundesliga nehmen an der kontinentalen Meisterschaft mit 16 Teams teil.

Ein starkes Turnier könnte die Spekulationen um einen Vereinswechsel des vertraglich bis 2020 an den BVB gebundenen Aubameyang im kommenden Sommer weiter verstärken. Real Madrid, Paris Saint-Germain und Manchester City werden seit Monaten als mögliche Interessenten gehandelt.