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| 15:51 Uhr

Judo
Asahi Spremberg ist zum Siegen verdammt

 Ausgehebelt: Die Spremberger Judoka um Michel Daue (l.) sind am Samstag gegen Leverkusen zum Siegen verdammt.
Ausgehebelt: Die Spremberger Judoka um Michel Daue (l.) sind am Samstag gegen Leverkusen zum Siegen verdammt. FOTO: Frank Hammerschmidt
Spremberg. In der Judo-Bundesliga kämpfen die Lausitzer am Samstag gegen Leverkusen um den Klassenerhalt. Von Steven Wiesner

Alles oder nichts. So einfach lassen sich Konstellationen im Sport manchmal beschreiben. Und auch die Judoka vom KSC Asahi Spremberg befinden sich vor dem Saisonfinale in der 1. Bundesliga in der Position, alles gewinnen – aber eben auch alles verlieren zu können.

Zwei Kampftage vor dem Saison­ende rangieren die Lausitzer auf dem vorletzten Platz. Und sofern sie nicht absteigen wollen, müssen sie diesen auch verteidigen in den nächsten zwei Wochen. Am Samstag (18 Uhr) steht gleich das direkte Duell gegen den punktgleichen Tabellenletzten Bayer Leverkusen auf der Agenda, nach der dreimonatigen Sommerpause. „Mit einem Sieg könnten wir uns fast schon retten“, sagt Dirk Meyer, der Vorsitzende vom KSC Asahi. Er weiß aber auch, dass seine Spremberger gleichzeitig zum Siegen verdammt sind. Denn bei einer Niederlage müsste man am letzten Kampftag am 5. Oktober das Brandenburg-Derby in Potsdam gewinnen, das wiederum noch von den Playoffs träumt. „Dieser Situation wollen wir uns nicht aussetzen.“

Gegen Leverkusen muss Asahi allerdings auf mehrere Kämpfer verzichten. So sind die polnischen Gastkämpfer allesamt auf Reisen. „Das ist ein herber Schlag“, sagt Meyer. Zudem fällt Youngster Luc Meyer aus, der wegen eines Rippenbruchs auch schon die U21-Europameisterschaft mit dem deutschen Nationalteam verpasst hatte. Meyer: „Wir wollen und müssen trotzdem gewinnen. Zuhause vor unseren Fans haben wir bisher immer unsere Leistung abgerufen.“

Wenngleich der Kampf gegen Leverkusen wie ein Finale anmutet, wird es darauf ankommen, dass Spremberg dem Duell nicht zu viel Bedeutung beimisst. Die Kunst könnte darin liegen, sich so darauf vorzubereiten als wäre es ein ganz normaler Kampf. „Wir müssen die Mischung finden zwischen Anspannung, aber gleichzeitig Angst vermeiden“, sagt Dirk Meyer.

Dabei sollen auch die Zuschauer helfen in der Sporthalle Haidemühl. „Die Nachfrage ist groß“, weiß Meyer. Zumal im Vorfeld bereits die Asahi-Frauen in der 2. Liga kämpfen. Ab 15.30 Uhr treten die Sprembergerinnen Leverkusen und Leipzig gegenüber. Auch die neu gegründete Mannschaft kann dabei den vorzeitigen Klassenerhalt sicherstellen.