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| 03:32 Uhr

Anke Wichmann erklärt Rücktritt

Cottbus/Berlin. Anke Wichmann hat nach 25 Jahren Radsport ihre aktive Laufbahn beendet und ihren Rücktritt erklärt. Thomas Juschus

"Ich werde in meinem gelernten Beruf als Physiotherapeutin zurückkehren und hoffe, dies weiterhin in Verbindung mit dem Sport tun zu können", sagte die 33-Jährige, die die vergangenen vier Jahre bei der Equipe Nürnberger (2005/2006), dem T-Mobile-Frauenteam (2007) und dem Team Columbia (2008) als Rad-Profi unter Vertrag gestanden hatte. Zuletzt konnte Wichmann, die viele Jahre in Cottbus lebte und trainierte, im September bei der Holland Ladies Tour sogar noch eine Etappe gewinnen.

"Meine innere Stimme hat mir gesagt, dass es jetzt an der Zeit sich mehr um meine berufliche Zukunft zu kümmern. Seit dem 8. Lebensjahr war Radsport mein Lebensmittelpunkt. Es ist genug", sagte Wichmann zu den Gründen. Schon im Herbst 2004 hatte die gebürtige Stendalerin, die seit einigen Jahren in Berlin lebt, mit einem Karriereende geliebäugelt. Damals endete ihre Zeit in der Sportförderkompanie der Bundeswehr in Stuttgart. Dann klopfte die Equipe an – es folgte der Sprung in ein Profi-Team. "Das hat sich noch mal gelohnt – ich habe in den vier Jahren viel erlebt und gesehen", so Wichmann, die fast immer in der Rolle der Edelhelferin von Judith Arndt (Leipzig) & Co. zu finden war.

Einen Großteil ihrer Karriere verbrachte Wichmann auch in Cottbus. 1989, kurz vor der Wende, wurde sie in die Lausitz „delegiert“. Zunächst fuhr sie auf der Bahn, wechselte 1991 vom Sprint in den Ausdauerbereich. 1992 gelang ihr „schönster Erfolg“: Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Athen gewann sie die Bronzemedaille in der Einzelverfolgung.

Dem Sport möchte Wichmann auch in Zukunft verbunden bleiben, in ihrem Beruf. Ein Einstieg beim Team Columbia als Physiotherapeutin hat allerdings nicht geklappt. "Die haben zu einem Jahr Abstand geraten", so Wichmann, die sich mit Forbildungen und Lehrgängen auf dem Laufenden gehalten hat und gern in Berlin bleiben würde. Auch für Familie soll in Zukunft etwas mehr Zeit als bisher sein.