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Turnen
Bretschneider schafft den Cottbus-Rekord

Vierter Sieg für Andreas Bretschneider. So oft gewann in Cotttbus noch kein anderer Sportler.
Vierter Sieg für Andreas Bretschneider. So oft gewann in Cotttbus noch kein anderer Sportler. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank
Cottbus. Das ist der krönende Abschluss für das 42. Turnier der Meister: Andreas Bretschneider hat am Sonntag zum vierten Mal den Titel am Reck geholt. Das ist der Rekord beim Traditionsturnier in Cottbus. Von Jan Lehmann

2013, 2014, 2016 und nun auch 2017. Andreas Bretschneider ist der Reck-König von Cottbus. Viermal Gold am Königsgerät in der Lausitz, das können nicht einmal die langjährigen Überflieger Fabian Hambüchen und Epke Zonderland in ihren bemerkenswerten Karrierestatistiken stehen. Nur der Slowene Aljaz Pegan war bisher in der Lausitz genauso erfolgreich. Bretschneider übertrumpfte ihn am Sonntag.

Vor ausverkauftem Haus in der Lausitz-Arena krönte er als letzter Starter des 42. Turnier der Meister die Traditionsveranstaltung. Mit 14.566 Punkten setzte sich der 28-Jährige vor dem US-Amerikaner Marvin Kimble (14.033) und dem Norweger Petro Giachino (14.000) durch.

Andreas Bretschneider verzichtete auf seinen „Bretschneider“. Ihm reichte eine abgespeckte, aber saubere Übung zum vierten Sieg in Cottbus.
Andreas Bretschneider verzichtete auf seinen „Bretschneider“. Ihm reichte eine abgespeckte, aber saubere Übung zum vierten Sieg in Cottbus. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank

Der vermeintlich stärkste Konkurrent, der Japaner Hidetaka Myachi zeigte eine eindrucksvolle Flugshow, stürzte aber ausgerechnet beim nach Bretschneider benannten Doppelsaltorückwärts gehockt mit zwei Längsachsendrehungen vom Gerät. So war der Weg frei für Bretschneiders vierten Erfolg in Cottbus. Der Rekordmeister sagte danach: „Das macht mich natürlich sehr glücklich, weil ich mit diesem Turnier in Cottbus sehr viel verbinde. Es wäre aber auch schön, wenn mir so ein Erfolg auch einmal bei den ganz großen Wettbewerben gelingen würde.“

Zuvor hatte seine Lebensgefährtin, die Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer mit Silber am Balken und Bronze am Boden doppelt abgeräumt. Marcel Nguyen mit Bronze am Barren vervollständigte den erfolgreichen zweiten Final-Tag für das deutsche Team.

Am Samstag hatte der Deutsche Turnerbund (DTB) schon die Goldmedaille von Elisabeth Seitz am Stufenbarren feiern können. Zudem holte die Turn-Legende Oksana Chusovitina ihren 15. Titel in Cottbus.