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Alle Fakten zur Formel E in Tempelhof

Zuletzt hat die Formel E in Paris Halt gemacht. Rennen in der Innenstadt wird es in Berlin – so wie im vergangenen Jahr – indes nicht mehr geben. Dafür hat der Senat seine Zustimmung verweigert. Sebastien Buemi, Nick Heidfeld und Co. geben stattdessen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof Gas.
Zuletzt hat die Formel E in Paris Halt gemacht. Rennen in der Innenstadt wird es in Berlin – so wie im vergangenen Jahr – indes nicht mehr geben. Dafür hat der Senat seine Zustimmung verweigert. Sebastien Buemi, Nick Heidfeld und Co. geben stattdessen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof Gas. FOTO: Imago/img1
Berlin. Die Formel E ist zum dritten Mal zu Gast in Berlin. Nach einem Ausflug auf die Karl-Marx-Allee im Vorjahr finden am kommenden Wochenende gleich zwei Rennen der Elektro-Rennserie wieder auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof statt. dpa/jam

Die RUNDSCHAU beantwortet vorab die wichtigsten Fragen.

Was ist die Formel E?

Die vom Automobilweltverband FIA organisierte Formel E ist eine rein elektrische Rennserie. In der Regel werden die Läufe auf selbst entwickelten Straßenkursen direkt in den Zentren von Weltstädten ausgetragen. Die Serie beginnt im Herbst und endet im Sommer.

Wie viele Teams starten?

Insgesamt nehmen an der Serie zehn Teams mit jeweils zwei Startplätzen teil. Über die gesamte Saison darf jedes Team maximal drei Piloten pro Startnummer einsetzen. In den letzten drei Saisonrennen sind die Teams verpflichtet, ihre Autos mit denselben Piloten zu besetzen.

Wer sind die Stars?

Zu den bekanntesten Gesichtern zählen ehemalige Formel-1-Piloten wie Nick Heidfeld, Sebastien Buemi, Nelson Piquet jr., Jean-Eric Vergne oder Esteban Gutierrez. Heidfeld liegt als bester deutscher Pilot in der Gesamtwertung auf Rang vier, der Schweizer Buemi führt.

Wie läuft der Deutschland-Grand-Prix ab?

In Berlin finden am Wochenende zwei Rennen (Samstag und Sonntag jeweils um 16 Uhr) statt. Die Strecke ist 2,030 Kilometer lang und bietet mehrere Geraden sowie zehn Kurven. Jeweils zur Rennmitte werden die Fahrer in ein zweites Auto wechseln, weil die Batterie derzeit noch nicht über eine komplette Renndistanz ausreicht.

Wo sind die Rennen am TV zu sehen?

Beide Rennen werden in voller Länge im Free-TV auf DMAX übertragen. Die Übertragung beginnt jeweils um 15.45 Uhr.

Wie lange bleibt das Vorfeld in Tempelhof nach dem Rennen gesperrt?

Nach einer Woche soll das Vorfeld wieder frei sein. Das Tempelhofer Feld ist kein Teil der Rennstrecke und somit wie gewohnt für alle offen Besucher.

Ist die Flüchtlingsunterkunft auf dem ehemaligen Flughafengelände betroffen?

Nein. Die Notunterkunft und die Rennflächen sind klar getrennt und definiert - auch während des Auf- und Abbaus. Die Ruhezeiten sollen eingehalten werden, die Flüchtlinge sollen auch als Zuschauer dabeisein können.

Wieviele Zuschauer werden erwartet?

Rund 15 000 Besucher pro Renntag.

Warum findet das Rennen nicht wie im Vorjahr auf der Karl-Marx-Allee statt?

Die Formula E wäre gerne wieder vor der Kulisse des Fernsehturms auf der Karl-Marx-Allee gefahren. Mit dem jetzigen Umfang - von der Boxengasse bis hin zum Unterhaltungsbereich und jeweils zwei Rennen an zwei Tagen - hätte der Berlin ePrix aber in dieser Form in Mitte nicht stattfinden können. Der Widerstand der Anwohner wegen der Belastung durch Sperrungen und der Belastung durch das Rennspektakel war erheblich. Der Senat verweigerte daher die Zustimmung.

Bekommen die Veranstalter einen Zuschuss vom Land Berlin?

Nein, es gibt keinen Zuschuss. Die Kosten trägt die Formula E selbst.