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| 02:43 Uhr

Alba Berlin schafft guten Pokal-Abschluss

Niels Giffey bot eine starke Leistung im Spiel um Platz drei.
Niels Giffey bot eine starke Leistung im Spiel um Platz drei. FOTO: dpa
Berlin. Titelverteidigung verpasst, Negativserie zumindest gestoppt: Für Alba Berlin endet das Pokal-Turnier immerhin mit der Chance zur Regeneration vor dem Endspurt in der Liga. dpa/noc

Mit Applaus verabschiedeten die Alba-Fans ihr Team in die dringend benötigte zweiwöchige Pause. Nach der bitteren Halbfinal-Niederlage gegen den FC Bayern schafften die entthronten Berliner mit dem 84:70 (43:41) über MHP Riesen Ludwigsburg im Spiel um Platz drei zumindest einen versöhn lichen Pokal-Abschluss. "Wenn wir heute nicht gekämpft hätten, wäre das schlecht für unsere Zukunft gewesen", sagte Coach Ahmet Caki am Sonntag über das sportlich eigentlich bedeutungslose Basketball-Spiel.

Sein Team verhinderte damit das siebte verlorene Pflichtspiel in Serie und geht mit etwas mehr Selbstbewusstsein in das letzte Drittel der regulären Bundesliga-Saison. Durch das Aus in der Eurocup-Zwischenrunde und dem vorverlegten Ligaspiel gegen Jena (73:74) hat Alba nun zwei Wochen Zeit zur Vorbereitung auf den erhofften Neustart bei der BG Göttingen. "Wir brauchen die Pause, weil die vergangenen zwei Monate echt hart waren", sagte Coach Caki. "Es ist gut für uns, wir müssen die Zeit nutzen."

Mit einer Energieleistung hatten sich die Berliner beim 70:78 gegen die Münchner im Halbfinale nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 14 Punkten noch einmal herangekämpft, vergaben aber mehrere Chancen zum Ausgleich. "Man hat gesehen, dass es ein Team mit Herz ist", erklärte Geschäftsführer Marco Baldi. "Wir müssen darauf aufbauen, es ist ein Prozess." Es sei besonders die Aufgabe des Coaches, dass man "aus diesem Tal" herauskomme.

Hoffnung macht auch die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Point Guards Peyton Siva nach einer Adduktorenverletzung. Allerdings lieferte der Amerikaner in acht Minuten gegen die Bayern noch eine gehemmte Vorstellung und wurde im Spiel um Platz drei geschont. Stattdessen zeigten Ersatz-Aufbauspieler Engin Atsür (15 Punkte), Carl English (17) und Niels Giffey (13) starke Vorstellungen. Ein Extralob erhielt Dragan Milosavljevic, der im Halbfinale mit 17 Punkten bester Alba-Werfer war, von seinem serbischen Nationaltrainer Sasa Djordjevic. "Sie haben Glück, dass sie ihn hier jeden Abend sehen dürfen", sagte der Bayern-Coach und schwärmte von dem Flügelspieler. "Er hat Herz und Siegermentalität."

Den Pokal holte sich Brose Bamberg. Unterstützt von NBA-Profi Dennis Schröder als Edelfan bezwangen die Franken den FC Bayern mit 74:71 (45:36) und beendeten die Hoffnungen von Münchens Vereinschef Uli Hoeneß auf den ersten Cupsieg seit 1968. Bamberg darf nun auf das erste Double unter Coach Andrea Trinchieri hoffen.